Für Schnellleser:

  1. Analysiere gründlich Deine alte Website.
  2. Hole Feedback ein.
  3. Verstehe die Zielgruppe.
  4. Analysiere Kosten und Zeit.

Spielst Du mit dem Gedanken, Deine Website einem Relaunch zu unterziehen? Weißt Du nicht, an welchem Punkt Du beginnen sollst? Hier erfährst Du mehr über die Anzeichen, dass ein Relaunch sinnvoll ist und die ersten Schritte vor dem Relaunch.

Der persönliche Website-Check: Macht ein Relaunch für Dich Sinn?

Einen Website-Relaunch führst Du nicht einfach mal so durch. Nein, Du hast Gründe. Und die solltest Du Dir zuvor unbedingt bewusst machen. Denn erst dann kannst Du Deinen Relaunch planvoll angehen und Deinen Fokus auf die wesentlichen Stellschrauben richten.

An diesen Anzeichen erkennst Du, dass Deine Website dringend einen Relaunch benötigt:

  • Der Funktionsumfang Deiner alten Seite ist zu gering.
  • Deine alte Seite ist nicht responsive, passt sich also nicht an mobile Geräte an. Alternativ: die Anpassung läuft nicht wirklich rund.
  • Das Design der alten Seite ist nicht mehr zeitgemäß.
  • Du möchtest Dir ein neues Corporate Design zulegen. Die Website muss dabei natürlich in die neue Branding-Strategie aufgenommen werden.
  • Die Seite bettet keine Social Media-Plugins ein, zum Beispiel Twitter oder Instagram.
  • Deine Seite ist ein One-Pager und damit sehr eng, Dein Unternehmen ist aber gewachsen. Darum zieht und drückt es an allen Enden.
  • Deine Leistungen werden auf der Seite nicht richtig angezeigt.
  • Dein Unternehmen hat sich über die Jahre verändert, so dass die alte Website gefühlt einfach nicht mehr wirklich zu Dir passt. Und insgeheim weißt Du: das merken auch Deine Kunden.
  • Deine Seite wird bei Google nicht mehr auf Platz 1 angezeigt.

Bleibe up-to-date, damit die Kunden Dir treu bleiben

Führen wir uns die Gründe für einen Website-Relaunch anhand einer Analogie vor Augen:

Stell Dir vor, Du hast vor einigen Jahren in einer kleinen Stadt eine Eisdiele eröffnet. Das Mobiliar war neu, die Deko modern und die Eismaschine auf dem neuesten Stand der Technik. Zudem war Dein Laden die einzige Eisdiele in der Stadt. Deshalb rannten die Kunden Dir förmlich die Tür ein – besonders an heißen Sommertagen.

Mit der Zeit aber eröffneten andere Eisdielen in der Stadt. Ihre Ausstattung war moderner und die Fassaden schöner. Die von Deiner Eisdiele hingegen war mittlerweile verblichen und auch Dein Mobiliar war nicht mehr zeitgemäß. So wanderten immer mehr Kunden zu den anderen Eisdielen ab. Sicher: Dein Eis schmeckt immer noch super. Aber das wissen nur Deine Stammkunden. Wer sich aber nicht auskennt und einfach ein Eis essen will, kauft meist bei Deinen Konkurrenten.

Die Lösung ist denkbar einfach: Du renovierst Deine Eisdiele und erneuerst dabei auch die Fassade.

Website Relaunch – was ist das?

Übertragen wir dieses Beispiel auf Deine Website: Vermutlich hast Du sie vor ein paar Jahren erstellen lassen. Die Seite schöpfte viele Funktionen aus und auch das Design war zeitgemäß. Mittlerweile ist Deine Website aber in die Jahre gekommen. Das kann sich auf verschiedene Weise äußern: Vielleicht kommt das Design sehr altbacken daher oder Deine Seite harmoniert nicht optimal mit mobilen Geräten.

Auch hier drängt sich eine Lösung auf: Deine Seite benötigt wie die Eisdiele in der Geschichte eine Renovierung. Dafür haben Online-Marketer und Code-Bastler einen eigenen Begriff: Website-Relaunch.

Wenn Du Deine Eisdiele renovieren möchtest, holst Du verschiedene Leute ins Boot: einen Architekten, einen Maler, einen Fliesenleger, einen Glaser und vielleicht einen Designer. Auch vor einem Website-Relaunch musst Du vieles beachten. Hier die 4 wichtigsten Punkte:

  1. Analysiere gründlich Deine alte Website.

Bevor Du an Deiner neuen Website arbeitest, empfiehlt es sich, einen gründlichen Blick auf Deine alte Seite zu werfen. Beobachte Deine Besucher genau und tracke (zum Beispiel mit Piwik oder Google Analytics), welche Seiten und Elemente diese besonders lieben. Versuche unbedingt, diese Elemente in die neue Seite einzubinden. Identifiziere weitere Bereiche, die auf der neuen Seite übernommen werden können.

  1. Hole Feedback ein.

Die Meinung Deiner Besucher und Kunden erfährst Du aber nicht nur indirekt über Tracking-Tools, sondern auch ganz direkt: Frage nach – im persönlichen Gespräch oder mit Fragebögen. Was hat ihnen auf der alten Website gefallen? Was fehlt ihnen? Was wünschen sie sich auf der neuen Website? Auf diese Weise sammelst Du ehrliche und konstruktive Kritik und stößt womöglich auf Ideen, die Dir sonst entgangen wären.

Wie kannst Du Deine Besucher konkret fragen? Nur zwei Möglichkeiten: Starte eine Umfrage auf Facebook oder verwende ein Tool wie SurveyMonkey.

  1. Verstehe die Zielgruppe.

Führe Dir präzise vor Augen, auf welche Zielgruppe Deine neue Seite zugeschnitten sein soll. Zielt sie weiterhin auf die alte Zielgruppe ab? Oder möchtest Du mit dem Relaunch auch eine neue Zielgruppe anvisieren oder die bestehende Zielgruppe erweitern? Sobald Du diese Fragen beantworten kannst: Was für eine Seite (Funktionen, Plugins, Design) erwartet diese Zielgruppe? Lass Dich bei der Suche nach Antworten auch von anderen Seiten inspirieren!

  1. Analysiere Kosten und Zeit.

Deine Seite darf gerne so schön sein wie die Elbphilharmonie und so funktional wie der Berliner Flughafen. Aber: Deine Planung sollte um Längen besser sein! Denn nichts ist ärgerlicher als ein Projekt, bei dem Kosten und Zeit plötzlich aus dem Ruder laufen. Definiere Dein Budget, kalkuliere die zu erwartenden Kosten und erstelle unbedingt einen Zeitplan.

Jetzt bist Du um einiges schlauer – und kannst eine neue Seite aufziehen, die eben das ist: schlau, raffiniert und strukturiert. Natürlich sind bis zum endgültigen Relaunch noch ein paar Schritte zu gehen. Aber den feierst Du dann ja vielleicht mit ein paar großen Kugeln Eis…

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