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Podcast-Cover MDIBTY Folge 262 mit Dr. Arne Beckhaus, Continental Automotive

Folge 262

Self Service Analytics bei Continental

Dr. Arne Beckhaus (Continental Automotive) über Self-Service im Konzernmaßstab, Governance-Balance und wie man tausende Nutzer:innen befähigt, ohne die Kontrolle zu verlieren

Dr. Arne Beckhaus

Head of Business Analytics, Continental Automotive

·52:45 Std. ·6 min Lesezeit

In Folge 262 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Dr. Arne Beckhaus (Head of Business Analytics, Continental Automotive) über Self-Service Analytics. Konkret: Self-Service im Konzernmaßstab lebt von definierten Bausteinen, nicht von Freiheit. Wer Nutzer:innen 10.000 Felder zur Verfügung stellt, bekommt Chaos — wer 200 kuratierte Bausteine liefert, bekommt Wertschöpfung. Die Folge zeigt: Das Enablement-Team skaliert den Erfolg.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Self-Service im Konzernmaßstab lebt von definierten Bausteinen, nicht von Freiheit. Wer Nutzer:innen 10.000 Felder zur Verfügung stellt, bekommt Chaos — wer 200 kuratierte Bausteine liefert, bekommt Wertschöpfung.

  2. 02

    Governance in Self-Service-Welten ist nicht 'Verbot', sondern 'Vorstrukturierung'. Gute Defaults, klare Benennungen, dokumentierte Metriken — das ist die eigentliche Governance-Arbeit.

  3. 03

    Das Enablement-Team skaliert den Erfolg. Wenn keine Ansprechpartner:innen für Fachabteilungen erreichbar sind, verpuffen auch beste Tools.

Worum es in dieser Folge geht

Arne leitet Business Analytics bei Continental Automotive — einem globalen Konzern mit zigtausenden Mitarbeitenden und entsprechend vielen potenziellen BI-Nutzer:innen. Wir sprechen in dieser Folge über eine der schwierigsten Disziplinen: Self-Service Analytics im Konzernmaßstab, der wirklich funktioniert.

Die Storyline

Warum Self-Service so oft scheitert

Self-Service kann zwei Richtungen scheitern: Wir regulieren alles tot — dann nutzt es niemand. Oder wir geben vollständige Freiheit — dann entsteht Chaos, und wir können niemandem mehr trauen.

— Dr. Arne Beckhaus

Das ist die zentrale These. Die meisten Organisationen finden keinen Mittelweg. Continental hat sich bewusst dafür entschieden, ihn zu suchen.

Der Baustein-Ansatz

Statt 10.000 Felder zur Auswahl zu stellen, bietet Continental eine kuratierte Bibliothek von Bausteinen an: vordefinierte Metriken, Dimensions-Hierarchien, semantische Layer. Nutzer:innen kombinieren, statt zu bauen.

Enablement als Skalierungs-Hebel

Arne ist klar: Das Tooling allein skaliert nicht. Was skaliert, ist ein Enablement-Team — Menschen, die Fachabteilungen zur Seite stehen, wenn sie Fragen haben. Ohne diese Rolle bleiben Self-Service-Initiativen auf Folien.

Governance als Vorstrukturierung

Was Arne Governance nennt, ist vor allem Vorarbeit: Klare Naming-Conventions, dokumentierte Definitionen, explizite Ownership pro Metrik. Nicht als Bremse, sondern als Grundlage, damit Nutzer:innen sich vertrauen können.

Was Continental konkret tut

  1. Metrik-Katalog als zentrale Quelle für definierte KPIs.
  2. Baustein-Architektur mit kuratierten Feldern und Dimensionen.
  3. Enablement-Team mit 1st-Level- und 2nd-Level-Support.
  4. Daten-Champions in Fachabteilungen, die lokal multiplizieren.

Was andere Konzerne mitnehmen

Warum mich das besonders umtreibt

Ich sehe in vielen Konzernen, wie Self-Service mit großen Ambitionen startet und nach 18 Monaten als "funktioniert nicht" abgehakt wird. Arnes Folge ist der Gegenbeweis: Mit richtiger Vorarbeit, klaren Bausteinen und aktivem Enablement geht es. Für alle Konzern-Analytics-Verantwortlichen: eine der wertvollsten Referenzen im Archiv.

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