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Podcast-Cover MDIBTY Folge 284 mit Kilian A., DFB

Folge 284

Fußball smarter machen: Mit Daten zum Sieg

Kilian A. (DFB, 2/2) über die operative Realität von Analyse-Teams und wie sich Bundesliga-Profis von Jugend-Teams unterscheiden

Kilian A.

Match & Performance Analyst, DFB

·51:42 Std. ·5 min Lesezeit

In Folge 284 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Kilian A. (Match & Performance Analyst, DFB) über Match Analysis. Konkret: Performance-Analyse hat drei Zeiträume: Vor dem Spiel (Gegneranalyse), während (Live-Entscheidungen), danach (Lernen). Jeder Zeitraum hat eigene Datenarten und eigene Methoden — Vermischung ist der häufigste Fehler. Die Folge zeigt: Jugend-Teams und Profi-Mannschaften brauchen andere Daten.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Performance-Analyse hat drei Zeiträume: Vor dem Spiel (Gegneranalyse), während (Live-Entscheidungen), danach (Lernen). Jeder Zeitraum hat eigene Datenarten und eigene Methoden — Vermischung ist der häufigste Fehler.

  2. 02

    Datenanalyse im Fußball lebt von der Spannung zwischen Algorithmus und Erfahrungswissen. Wer das eine gegen das andere ausspielt, verliert. Wer beide klug kombiniert, gewinnt.

  3. 03

    Jugend-Teams und Profi-Mannschaften brauchen andere Daten. Was bei einem A-Nationalspieler valide Analyse ist, überfordert einen 14-Jährigen. Die Analyse-Tiefe muss zur Entwicklungsphase passen.

Worum es in dieser Folge geht

Zweiter Teil der DFB-Serie. Nach Kevin (Daten-Strategie) sitzt mir Kilian gegenüber — der operative Performance-Analyst, der die Arbeit wirklich macht. Wir reden über den Analyse-Alltag und die Feinheiten, die Corporate-Welten oft übersehen.

Die Storyline

Drei Zeiträume der Analyse

Eine Analyse für das Spiel selbst ist keine Analyse für nach dem Spiel. Das sind völlig unterschiedliche Arbeitsweisen — mit unterschiedlichen Datenarten und unterschiedlichen Entscheidungsstrukturen.

— Kilian A.

Kilian gliedert die Arbeit: 1. Vor dem Spiel: Gegneranalyse, statistische Muster, Szenario-Vorbereitung. 2. Während: Live-Daten, taktische Signale, Handlungsempfehlung in Sekunden. 3. Nach dem Spiel: Retrospektive, Lernen, Spielerentwicklungs-Daten.

Jeder Zeitraum braucht andere Tools, andere Teams, andere Entscheidungsdisziplinen.

Der Tanz zwischen Algorithmus und Bauchgefühl

Algorithmen sind gut im Erkennen, Erfahrungswissen ist gut im Bewerten von Kontext. Die besten Analyse-Teams haben nicht das beste Tool, sondern die beste Interaktion zwischen beiden.

Jugend vs. Profi

Ein Thema, das mich überrascht hat: Bei Jugendspielern arbeitet man mit anderen Datensätzen als bei Profis. Ein 14-Jähriger ist kein kleiner Erwachsener — körperliche Entwicklung, mentale Reife, Lernkurven unterscheiden sich fundamental. Kilian beschreibt, wie Analyse-Tiefe und Datenarten je nach Entwicklungsphase gestaffelt werden.

Was Corporate-Welten lernen können

  1. Trennen Sie Analyse-Zeiträume. Operative Echtzeit-Analyse und retrospektives Lernen sind zwei Welten.
  2. Akzeptieren Sie den Bauchgefühl-Anteil. Wer 100 % Algorithmus sagt, ignoriert, was gute Entscheider wissen.
  3. Staffeln Sie die Daten-Tiefe. Ein Einsteiger-Analyst braucht andere Daten als ein erfahrener.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich arbeite gern mit Sport-Analogien, weil Fußball die klarste Realtime-Entscheidungs-Umgebung in Deutschland ist. Kilians Folge zeigt, wie dort mit Daten gearbeitet wird — und das ist für jedes Unternehmen mit Realtime-Prozessen eine wertvolle Referenz.

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