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Podcast-Cover MDIBTY Folge 306 mit Marc R., sevDesk

Folge 306

Vom Bauchgefühl zur Data-DNA: So macht's sevDesk

Marc R. (1/3) über 18 Monate Data-Reifegrad bei einem KMU-SaaS und die Frage, was 'Data-driven' wirklich bedeutet

Marc R.

Chief Data Officer, sevDesk

·41:24 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Die ersten 90 Tage als CDO gehören nicht der Strategie, sondern der Diagnose. Wer zu früh präsentiert, beschädigt den Rückhalt, bevor die eigentliche Arbeit anfängt.

  2. 02

    Data-DNA entsteht nicht durch ein Playbook, sondern durch wiederholbare, kleine Erfolge mit sichtbarem Business-Nutzen. Jeder Erfolg schafft die Legitimation für den nächsten Schritt.

  3. 03

    Der unterschätzte Hebel im Mittelstand: Die Fachabteilungen wollen Daten nutzen. Wer Data Citizens aktiv befähigt, statt sie zentral zu bedienen, skaliert deutlich schneller.

Worum es in dieser Folge geht

Erste Folge der sevDesk-Trilogie. Marc ist seit knapp 18 Monaten Chief Data Officer — in einem mittelständischen SaaS-Unternehmen, das Handwerker und Selbstständige in der Buchhaltung unterstützt. Der Kontext ist entscheidend: Kein Konzern, kein großes Budget, kein 50-Personen-Data-Team. Umso interessanter die Frage, wie man Data-DNA baut, wenn Ressourcen knapp sind.

Die Storyline

Die Ausgangslage

Als Marc startete, war sevDesk bereits ein erfolgreiches Unternehmen — aber Entscheidungen liefen größtenteils über Bauchgefühl und verstreute Excel-Arbeit. Keine zentrale Datenhaushalt, keine klaren KPIs, kein Data-Team. Sein Auftrag: Das ändern — ohne das Tagesgeschäft auszubremsen.

Die ersten 90 Tage — was er anders gemacht hat

Ich habe in den ersten drei Monaten keine einzige Strategie präsentiert. Ich habe nur gehört. Das war die wichtigste Entscheidung.

— Marc R.

Marc beschreibt die Versuchung, als frischer CDO schnell "liefern" zu wollen — und warum er ihr widerstanden hat. Stattdessen: Gespräche mit Produkt, Vertrieb, Support, Finance. Welche Entscheidungen trefft ihr? Welche Daten nutzt ihr? Wo hakt es?

Wie die Data-Organisation gewachsen ist

Kein "Wir brauchen ein Data-Team von 20 Leuten". Sondern: Erst einen Data-Engineer einstellen, der die Pipelines konsolidiert. Dann einen Analysten, der das Reporting vereinheitlicht. Dann einen Data Scientist für den ersten AI-Case. Jeder Hire hatte eine eigene Legitimation.

Data Citizens — der unterschätzte Hebel

Ein Thema, das Marc besonders am Herzen liegt und das in den Siemens-Energy-Folgen noch klarer wird: Die Fachabteilungen wollen Daten nutzen. Viele CDOs bauen stattdessen zentrale Teams, die die Fachabteilungen bedienen — und wundern sich, warum nichts skaliert. Marc hat das anders gelöst: Self-Service-Tools, Schulungen, klare Guardrails. Die Fachbereiche bauen selbst, die Data-Einheit sichert Qualität.

Was Marc heute anders machen würde

Warum mich das besonders umtreibt

Ich kenne das Muster: Ein neuer CDO wird eingestellt, das Management erwartet in drei Monaten eine Strategie, der CDO liefert — und merkt in Monat sechs, dass er die Organisation noch nicht verstanden hat. Marcs Weg ist die vernünftigere Variante. Wer gerade in eine CDO-Rolle startet, findet in dieser Folge keine Folien, sondern eine Haltung. Das ist wertvoller.

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