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Podcast-Cover MDIBTY Folge 259 mit Mark Ritzmann, E.ON

Folge 259

Von der Idee zur Innovation: E.ONs Weg in die energetische Zukunft

Mark Ritzmann (E.ON) über Innovations-Management im Energiekonzern, datengetriebene Use Cases und warum Energie-Daten 2025 politisch aufgeladen sind

Mark Ritzmann

Head of Innovation, E.ON

·40:50 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Innovation in regulierten Branchen braucht andere Maßstäbe. Ein 'schneller Pivot' ist in Energie-Systemen nicht möglich — die Taktung sind Jahre, nicht Quartale.

  2. 02

    Die Energiewende ist ohne datengetriebene Steuerung nicht möglich. Dezentrale Erzeugung, flexible Verbraucher, Netzstabilität — alles hängt an Datenflüssen in Sekunden-Takt.

  3. 03

    E.ONs Ansatz: Innovations-Einheiten mit eigenem Schutzraum, aber Integration mit dem Kerngeschäft. Weder zu weit weg noch zu nah — die richtige Balance entscheidet.

Worum es in dieser Folge geht

Mark leitet den Innovations-Bereich bei E.ON — einem der größten europäischen Energie-Konzerne, mitten in der Energiewende. Wir sprechen darüber, wie Innovation in einer regulierten Infrastrukturbranche funktioniert, und warum Daten hier einen anderen Stellenwert haben als im freien Markt.

Die Storyline

Warum Energie-Innovation anders tickt

In der Energiewirtschaft kannst du keinen Proof of Concept machen, bei dem das Netz instabil wird. Unser Playground ist reguliert, und das ist richtig so.

— Mark Ritzmann

Das ist die strukturelle Realität. Innovation in Energie-Systemen muss mit Netzsicherheit, Regulierung und Verbraucherrechten vereinbar sein. Das macht viele Startup-Methoden (move fast, break things) unmöglich.

Die eigentliche Herausforderung: Datenflüsse

Die Energiewende ist ohne Daten in Echtzeit nicht denkbar. Wenn dezentrale Erzeuger (Solar, Wind) und flexible Verbraucher (E-Autos, Wärmepumpen) zusammen tanzen sollen, braucht es Steuerungs-Signale in Sekunden-, manchmal Millisekunden-Takt.

E.ONs Innovations-Ansatz

Mark beschreibt eine mittlere Position: - Innovations-Einheiten mit Schutzraum — eigene Budgets, eigene Prozesse. - Integration mit dem Kerngeschäft — keine isolierten Innovationslabs, die nichts in den Regelbetrieb überführen. - Piloten mit Kundengruppen — statt "für alle" erstmal mit ausgewählten Partnern.

Was andere Infrastruktur-Branchen lernen können

  1. Akzeptiert die Taktung eurer Branche. Energie ist nicht SaaS.
  2. Schützt Innovations-Räume, aber macht sie anschlussfähig.
  3. Baut Daten-Expertise auf Systemebene, nicht nur auf Kundenebene.

Warum mich das besonders umtreibt

Energie-Data ist ein Bereich, der in den nächsten Jahren an strategischer Bedeutung rasant wächst. Wer heute in dieser Branche datengetrieben arbeitet, arbeitet an der nächsten Ebene europäischer Infrastruktur. Marks Folge ist ein guter Einblick für alle, die ähnliche Branchen-Komplexität verstehen wollen.

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