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Podcast-Cover MDIBTY Folge 228 mit Patric W., SWK AG (Stadtwerke Krefeld)

Folge 228

Echt kundenzentrierte Cases mit Daten aufbauen

Patric W. (SWK AG) über Stadtwerke-Digitalisierung, Kundenbindung im Energiemarkt und was Versorger aus Retail lernen können

Patric W.

Head of Customer Experience, SWK AG (Stadtwerke Krefeld)

·49:24 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Stadtwerke haben eine wachsende Wettbewerbs-Realität: Spezial-Anbieter für Strom, Gas, Fernwärme treten in lokale Märkte ein. Wer sich nicht datengetrieben abheben kann, verliert Kund:innen.

  2. 02

    Kundenzentrierung bei Versorgern ist kulturell schwer. Die DNA ist Versorgungsauftrag, nicht Customer Experience. Wer das nicht reflektiert, baut CX-Programme, die an der Organisation abprallen.

  3. 03

    Daten aus Smart-Metern und Service-Historien sind ein unterschätzter Schatz. Wer sie ohne Datenschutz-Panik, aber mit Kunden-Transparenz nutzt, schafft Mehrwerte, die andere nicht können.

Worum es in dieser Folge geht

Patric verantwortet Customer Experience bei der SWK AG — den Stadtwerken Krefeld. Wir sprechen über eine Branche, die selten im Data-Rampenlicht steht, aber strukturell viel Spannendes zu bieten hat.

Die Storyline

Die Stadtwerke-Realität

Wir haben als Stadtwerk 100+ Jahre Beziehung zu unseren Kund:innen. Die meisten kennen uns nur als 'Strom kommt, Rechnung kommt'. Das reicht nicht mehr.

— Patric W.

Das ist das strukturelle Problem: Versorger waren historisch regionale Monopole. Heute treten Spezial-Anbieter (reine Ökostrom-Firmen, Flatrate-Anbieter, App-first-Energieversorger) in lokale Märkte ein. Der Schutz des Heimvorteils läuft aus.

Die Kultur-Herausforderung

Patric ist ehrlich: Customer Experience ist bei klassischen Stadtwerken keine natürliche DNA. Die Organisation ist darauf optimiert, Netz zu betreiben und Rechnungen zu stellen. Kundenfokus ist kulturell eine Revolution.

Daten-Schätze in der Utility-Welt

Smart Meter liefern Verbrauchs-Profile in hoher Auflösung. Service-Historien zeigen Kundenbedürfnisse. Beides richtig genutzt, ergibt Empfehlungen zu Tarifwechsel, Effizienz, zusätzlichen Produkten.

Was SWK konkret macht

  1. Kundendaten-Integration über Produkt-Silos (Strom, Gas, Wasser, Fernwärme).
  2. Service-Analytics zur Verbesserung der Customer-Reise.
  3. Transparenz-Initiativen — Kund:innen sehen, welche Daten wie genutzt werden.
  4. Kultur-Arbeit — Mitarbeiter:innen in CX-Denken schulen.

Was andere Versorger mitnehmen

Warum mich das besonders umtreibt

Stadtwerke sind für mich strukturell relevant: Sie sind Infrastruktur für Millionen Menschen und gleichzeitig Wirtschafts-Akteure in einem sich wandelnden Markt. Patric's Folge ist ein wichtiger Einblick — für alle, die in Utility arbeiten, und für alle, die verstehen wollen, wie regionale Infrastruktur-Anbieter sich modernisieren.

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