In Folge 248 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Volker G. (CEO, DISH Digital Solutions (METRO)) über Hospitality Tech. Konkret: Die deutsche Gastronomie ist eine der fragmentiertesten Branchen überhaupt. Digitale Plattformen sind keine Luxus-Option, sondern Überlebens-Infrastruktur für kleine Betriebe. Plattform-Mehrwert entsteht durch Bündelung: Reservierung, Lieferung, Payment, Inventar. Einzellösungen sind teuer, Bündel reduziert Komplexität.
3 Erkenntnisse aus dieser Folge
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Die deutsche Gastronomie ist eine der fragmentiertesten Branchen überhaupt. Digitale Plattformen sind keine Luxus-Option, sondern Überlebens-Infrastruktur für kleine Betriebe.
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Plattform-Mehrwert entsteht durch Bündelung: Reservierung, Lieferung, Payment, Inventar. Einzellösungen sind teuer, Bündel reduziert Komplexität.
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Daten aus der Gastro-Plattform sind wertvoll für Produkteinkauf (METRO) — aber das muss transparent kommuniziert werden, sonst gibt es Vertrauens-Einbrüche.
Worum es in dieser Folge geht
Volker führt DISH Digital Solutions — die digitale Plattform-Tochter von METRO, die Gastronomie-Betriebe mit digitalen Diensten ausstattet: von Reservierung über Lieferung bis Payment. Wir sprechen über eine der am stärksten fragmentierten Wirtschaftsbereiche Deutschlands.
Die Storyline
Warum Gastro so schwer zu digitalisieren ist
Wir haben zehntausende kleinster Betriebe, oft mit einer Köchin und zwei Mitarbeitenden. Die haben weder Zeit noch Budget für Digitalisierungs-Projekte. Also muss Digitalisierung zu ihnen kommen — nicht umgekehrt.
Das ist die strukturelle Realität. Deutsche Gastronomie ist nicht konzern-geprägt (mit Ausnahme weniger großer Ketten). Der typische Betrieb hat 5-10 Mitarbeitende und null interne IT-Kompetenz.
Was Plattform-Arbeit leistet
DISH bündelt Funktionen, die ein einzelner Betrieb nicht einzeln einkaufen würde. Das senkt Komplexität und ermöglicht auch kleinen Betrieben ein digitales Setup.
Der METRO-Zusammenhang
Ein interessanter Punkt: DISH gehört zu METRO — dem Großhändler für Gastronomie. Das schafft Synergie (Zugang zu Kundendaten, Einkaufsmuster), aber auch Spannung (wie transparent wird das kommuniziert?). Volker argumentiert für klare Transparenz — als Vertrauens-Schutz.
Was Gastro-Betriebe priorisieren sollten
- Payment-Integration zuerst. Bargeld-Management kostet am meisten Zeit.
- Reservierungs-System. Spart Telefonarbeit.
- Lieferung bei Bedarf. Nicht jedes Konzept profitiert davon.
Was andere Branchen mitnehmen
Fragmentierte Branchen brauchen Plattform-Anbieter, die Komplexität bündeln. Wer in ähnlich fragmentierten Märkten arbeitet (Handwerk, Einzelhandel, kleine Dienstleistungen), findet hier Muster.
Warum mich das besonders umtreibt
Gastronomie ist für mich ein gutes Beispiel für den deutschen Mittelstand im Kleinformat: Viele, kleine, tradtionsreiche Betriebe, die ohne digitale Plattformen Schritt mit großen Ketten halten müssen. Volkers Folge zeigt, wie Plattform-Arbeit diese Ungleichheit abmildern kann.