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Podcast-Cover MDIBTY Folge 249 mit Yvonne R., Deutsche Post DHL

Folge 249

Zwischen Digital und Print: Der unterschätzte Marketing-Kanal

Yvonne R. (Deutsche Post DHL) über Print-Mailings, datengetriebene Targeting-Logik und warum physische Werbung in Zeiten digitaler Überflutung ein Comeback erlebt

Yvonne R.

Head of Dialog Marketing, Deutsche Post DHL

·43:03 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Print-Mailings haben in der Digital-Überflutung eine messbar höhere Aufmerksamkeits-Quote. Nicht wegen Print an sich — sondern weil der digitale Kanal übersättigt ist.

  2. 02

    Targeting für Print ist heute datengetrieben. Deutsche Post arbeitet mit Profilen, die in Online-Systemen nicht existieren — etwa Haushaltstypologien und Lebens-Events.

  3. 03

    Der Mix entscheidet. Reine Digital-Kampagnen liefern weniger als kombinierte Kampagnen mit Print-Verstärkung — besonders bei hochwertigen Produkten.

Worum es in dieser Folge geht

Yvonne führt den Bereich Dialog Marketing bei Deutsche Post DHL — der letzten großen deutschen Infrastruktur für physische Briefsendungen. Wir sprechen über einen Marketing-Kanal, der totgesagt ist und trotzdem an Relevanz gewinnt.

Die Storyline

Die Digital-Überflutung

In der digitalen Werbung sind die Preise für Aufmerksamkeit explodiert. Jeder will online. Das hat einen Nebeneffekt: Print-Mailings werden wieder durchschlagend.

— Yvonne R.

Das ist die strukturelle Beobachtung. Wenn alle in einen Kanal investieren, wird er teurer und weniger wirkungsvoll. Der Gegenkanal gewinnt — wenn man ihn klug einsetzt.

Datengetriebenes Targeting für Print

Deutsche Post arbeitet mit sozial-geografischen Clustern, Haushaltstypologien, Lebens-Events. Das ermöglicht Targeting, das klassische Online-Systeme in dieser Dimension nicht kennen — weil sie primär auf digitales Verhalten schauen.

Mix schlägt Monokultur

Yvonne betont: Es geht nicht um Print vs. Digital. Es geht um Kampagnen-Architektur. Hochwertige Produkte profitieren oft von Print-Verstärkung neben Digital — besonders im B2C-Premium-Segment und bei Dienstleistungen mit Vertrauens-Anforderungen.

Was CMOs mitnehmen

  1. Kanalmix neu denken. Print nicht reflexhaft streichen.
  2. Targeting-Daten prüfen. Was Deutsche Post heute kann, ist nicht mehr Gießkanne.
  3. Kampagnen-Architektur testen. Print-verstärkte vs. Digital-only Kampagnen A/B testen.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich bin selbst überrascht, wie stark sich meine Einstellung zu Print-Marketing durch dieses Gespräch verändert hat. Yvonne zeigt, dass physische Ansprache heute hochgradig datengetrieben ist — und in bestimmten Segmenten Digital-Performance übertrifft. Für CMOs, die ihre Mix-Entscheidungen hinterfragen wollen: eine ungewohnte, aber lohnende Folge.

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