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Podcast-Cover MDIBTY Folge 312 mit Eike H., Statista Plus

Folge 312

Warum klassische Marktforschung versagt

Eike H., Statista Plus (Teil 2/3), über neue Erhebungsmethoden und den Tod des Standard-Fragebogens

Eike H.

Head of Research Methods, Statista Plus

·42:22 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Die Response-Rate-Krise ist real — klassische Panels liefern immer schlechtere Antwortquoten. Statista kombiniert deshalb Panels mit Verhaltensdaten, Ads-Daten und API-Quellen.

  2. 02

    Methoden-Triangulation ist der neue Standard. Eine Datenquelle ist nie Wahrheit, erst der Abgleich mehrerer Quellen macht Aussagen belastbar.

  3. 03

    Ehrliche Marktforschung liefert Unsicherheiten mit. Zahlen ohne Konfidenzintervall oder Methodik sind heute oft wertloser als qualitativ gute Einschätzungen.

Worum es in dieser Folge geht

Zweiter Teil der Statista-Plus-Serie. Eike verantwortet Research-Methoden und ist dafür zuständig, dass Aussagen, die Statista verkauft, belastbar sind. Das klingt trocken — ist aber eines der Spannendsten Themen in Data heute, weil klassische Marktforschung in den letzten 10 Jahren substanziell an Aussagekraft verloren hat.

Die Storyline

Die Krise des Standard-Panels

Immer weniger Menschen beantworten Umfragen. Response-Rates von unter 5% sind im Online-Panel nicht selten. Das bedeutet: Die Leute, die antworten, sind nicht mehr repräsentativ. Sie sind verfügbar — das ist etwas anderes.

Was Statista anders macht

Wir bauen die Antwort nicht aus einer Quelle, sondern aus mehreren. Und wenn die nicht übereinstimmen, dann steht das als Unsicherheit im Report.

— Eike H.

Die Kombination von Survey-Daten, Marktverhaltensdaten (z.B. aus E-Commerce), Ads-Daten und öffentlichen APIs schafft einen Triangulations-Effekt. Statt einer scheinbar präzisen Zahl bekommen Kunden ein Intervall — das ist ehrlicher.

Warum das strategisch wichtig ist

Für Marketing- und Strategieabteilungen ist das unbequem: Sie wollen eine Zahl, nicht ein Intervall. Aber: Eine falsche Zahl hat schon viele Produkteinführungen ruiniert. Ein ehrliches Intervall hätte diese Fehler vermeiden können.

Methodik als Unterscheidungsmerkmal

Eike betont: Der wahre Wettbewerbsvorteil im Research-Geschäft liegt heute nicht in der Daten-Menge, sondern in der Methodik, die aus den Daten Aussagen ableitet. Wer das nicht transparent macht, verliert Vertrauen.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich treffe in Beratung und auf Bühnen regelmäßig Teams, die Geschäftsentscheidungen auf Basis fragwürdiger Research-Zahlen treffen. Diese Folge ist das Gegengift. Sie liefert Vokabular und Denkweisen, um die Qualität von Aussagen einschätzen zu können — und das ist in 2026 eine der wichtigsten Meta-Kompetenzen für Data-Entscheider.

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