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Podcast-Cover MDIBTY Folge 311 mit Frederik G., Statista Plus

Folge 311

So täuschen sich datengetriebene Unternehmen

Frederik G., Statista Plus (Teil 1/3), über die drei häufigsten Daten-Selbsttäuschungen

Frederik G.

CEO, Statista Plus

·43:16 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Die häufigste Selbsttäuschung: KPIs, die messen, was leicht messbar ist — nicht, was geschäftsrelevant ist. Das Dashboard wird grün, das Business schrumpft.

  2. 02

    Der zweite Fehler: Datenkultur wird mit Tooling verwechselt. Ein Dashboard macht keine Kultur. Eine Organisation, in der Leute Entscheidungen mit Daten hinterfragen dürfen, macht Kultur.

  3. 03

    Der dritte Fehler: Richtigkeit wird mit Präzision verwechselt. Eine Zahl mit drei Nachkommastellen wirkt belastbar — und kann trotzdem völlig irreführend sein, wenn die Datenerhebung verzerrt ist.

Worum es in dieser Folge geht

Erster Teil der Statista-Plus-Serie. Frederik ist CEO und steht vor einem spannenden Geschäftsmodell: Statista verkauft Vertrauen in Zahlen. In einer Zeit, in der Zahlen überall sind, ist das heikler als je. Wir reden in dieser Folge darüber, wo sich Unternehmen — auch die vermeintlich datenaffinen — systematisch selbst belügen.

Die Storyline

Die drei Selbsttäuschungen

Frederik nennt drei Muster, die er immer wieder sieht:

  1. KPI-Drift: Messgrößen werden etabliert und dann nicht mehr hinterfragt. Mit der Zeit messen sie Dinge, die mit der Geschäftsrealität nichts mehr zu tun haben.
  2. Tooling statt Kultur: Unternehmen kaufen ein Dashboard und glauben, sie hätten eine Datenkultur. Dabei ist das Dashboard nur ein Werkzeug — die Kultur entsteht durch Verhalten.
  3. Präzision vs. Richtigkeit: Eine dreistellige Nachkommazahl wirkt seriös. Aber wenn die Datenbasis verzerrt ist, ist auch die präzise Zahl falsch.

Warum sich das so hält

Datenkultur bedeutet, dass jemand sagen darf 'das glaube ich nicht' — und dann auch wirklich gehört wird. Das ist in vielen Organisationen unerwünscht.

— Frederik G.

Genau. Die meisten Organisationen bestrafen sanften Widerspruch gegen gefallene Entscheidungen. In einer echten Datenkultur ist Widerspruch eingebaut — als Funktion, nicht als Risiko.

Was Frederik empfiehlt

Warum mich das besonders umtreibt

Ich habe diese Muster selbst in Unternehmen erlebt, in denen ich Verantwortung hatte. Es ist schwierig, sich davor zu schützen, weil es sich gut anfühlt, wenn die Zahlen stimmen. Frederiks Folge ist ein wichtiger Reality-Check — besonders für CDOs, die die nächste Quartalsübersicht vorbereiten.

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