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Podcast-Cover MDIBTY Folge 278 mit Frank M., Infraserv Höchst

Folge 278

Weniger Strom, mehr Effizienz: Wie Data Science den Unterschied macht

Frank M. (Infraserv Höchst) über Industrie-Data-Science, Energiekosten und warum Chemie-Industrie die richtige Data-Spielwiese ist

Frank M.

Head of Data Science, Infraserv Höchst

·41:10 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Industrial Data Science liefert die messbarsten Cases. Keine Attribution-Diskussion, keine weichen KPIs — direkter Euro-Impact aus messbaren Prozess-Änderungen.

  2. 02

    Chemie-Prozesse haben Datenhistorien von Jahrzehnten. Das ist Goldstandard für ML-Modelle — die meisten Data Scientists würden sich in einer solchen Datenbasis freuen.

  3. 03

    Der Engpass ist nicht Data Science, sondern Domänen-Verständnis. Ein Modell, das Verfahrenstechnik nicht versteht, produziert Empfehlungen, die niemand umsetzt.

Worum es in dieser Folge geht

Infraserv Höchst ist der Betreiber des Industrieparks Frankfurt-Höchst — eines der größten Chemie-Standorte Europas. Frank verantwortet Data Science und arbeitet an konkreten Effizienz-Cases, die Millionen-Summen bewegen.

Die Storyline

Warum Industrie-Cases so klar sind

Wir optimieren einen Prozess um 2 %, das macht beim Stromverbrauch eines Chemie-Werks Millionen aus. Das ist der Unterschied zu Marketing-Attribution — hier diskutiert niemand, ob das Modell wirkt.

— Frank M.

Der Business-Case in der Chemie ist klarer als in fast jedem anderen Bereich: Energiekosten sind messbar, Prozess-Outputs sind messbar, Qualitäts-Parameter sind messbar. Wenn ein ML-Modell einen Prozess optimiert, zeigt sich das in wenigen Monaten in der Bilanz.

Die Daten-Realität

Frank beschreibt, was viele Data Scientists nicht glauben: Die Chemie-Industrie hat Jahrzehnte an kontinuierlichen Sensordaten. Temperaturen, Drücke, Durchflüsse, Zusammensetzungen. Das ist die seltenste und wertvollste Art von Datenbasis, die man sich wünschen kann.

Der kritische Engpass

Frank wird klar: Technik ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass Data Scientists die Verfahrenstechnik verstehen müssen. Ein Modell, das mathematisch elegant, aber chemisch unsinnig ist, wird von Betriebsingenieur:innen zurückgewiesen — zu Recht. Die besten Cases entstehen in gemischten Teams: Data Scientists + Prozess-Ingenieure.

Was das für andere Industrien bedeutet

Warum mich das besonders umtreibt

CDOs aus konsumentennahen Branchen (Retail, Finance, Marketing) haben oft Schwierigkeiten, Business-Case-Wirksamkeit sauber zu beweisen. Chemie und Industrie sind die Gegenwelt — extrem klar, messbar, auditierbar. Franks Folge ist eine gute Referenz, um Vorstände zu überzeugen, dass Data Science kein Kostenposten, sondern Gewinn-Bringer ist.

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