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Podcast-Cover MDIBTY Folge 270 mit Julian S., Koenig & Bauer Vision & Protection

Folge 270

Digitale Fingerprints und datengetriebene Innovationen

Julian S. (Koenig & Bauer Vision & Protection) über industrielle Produkt-Authentifizierung, Digital-Physical-Bridge und einen der traditionsreichsten Maschinenbauer Deutschlands

Julian S.

Head of Innovation, Koenig & Bauer Vision & Protection

·39:29 Std. ·5 min Lesezeit

In Folge 270 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Julian S. (Head of Innovation, Koenig & Bauer Vision & Protection) über Digital Fingerprinting. Konkret: Digitale Fingerprints sind eine Deep-Tech-Nische, in der physische und digitale Welten verschmelzen. Nur Unternehmen mit Ingenieurs-DNA und Data-Kompetenz können hier produktiv bauen.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Digitale Fingerprints sind eine Deep-Tech-Nische, in der physische und digitale Welten verschmelzen. Nur Unternehmen mit Ingenieurs-DNA und Data-Kompetenz können hier produktiv bauen.

  2. 02

    Traditionsunternehmen haben beim Deep-Tech-Einstieg einen unterschätzten Vorteil: Vertrauensstellung bei Enterprise-Kunden. Das öffnet Türen, die ein Startup jahrelang suchen muss.

  3. 03

    Die kulturelle Herausforderung in solchen Häusern ist, Deep-Tech-Geschwindigkeit und Konzern-Stabilität zu vereinen. Beides gleichzeitig zu managen ist die eigentliche Management-Leistung.

Worum es in dieser Folge geht

Julian verantwortet Innovation bei Koenig & Bauer Vision & Protection — einer Tochter des traditionsreichen Maschinenbauers, die sich auf digitale Fingerprints und Produktauthentifizierung spezialisiert hat. Ein spannender Fall, weil Tradition und Deep Tech hier direkt koexistieren.

Die Storyline

Was "digitale Fingerprints" in Industriekontext heißt

Wir erzeugen digitale Signaturen auf Basis physischer Eigenschaften. Das Produkt wird dadurch identifizierbar, ohne dass ein Code aufgedruckt werden muss. Das ist Fälschungssicherheit über Substanz, nicht über Label.

— Julian S.

Das erinnert konzeptionell an die Bosch-Origify-Folgen vom Jahresanfang. Der Ansatz ist verwandt — die Zielindustrie bei K&B ist typischerweise Druck, Verpackung und Dokumentation.

Der Vorteil einer Traditionsmarke

Bei Enterprise-Kunden öffnet die Tradition Türen. Ein Pharma-Unternehmen, das Produktauthentifizierung einführt, vertraut eher einem 200-Jahre-Haus als einem Jungunternehmen — selbst wenn die Tech vergleichbar ist.

Die Kultur-Challenge

Julian ist offen: Deep-Tech innerhalb eines traditionsreichen Maschinenbauers zu bauen, ist kulturell anspruchsvoll. Entscheidungswege sind länger, Budget-Prozesse langsamer, Rekrutierung anders. Der Vorteil: Stabilität, Kundenzugang, Marken. Der Preis: Geschwindigkeit.

Was andere Industrie-Konzerne lernen können

Warum mich das besonders umtreibt

Ich glaube, dass deutsche Industrie-Traditionsunternehmen eine unterschätzte Chance haben, die Deep-Tech-Welle mitzugestalten — wenn sie den kulturellen Spagat schaffen. Koenig & Bauer ist ein lebendes Beispiel, wie das aussehen kann. Für CDOs in ähnlichen Häusern: Diese Folge zeigt, dass "alt" und "innovativ" kein Widerspruch sein muss.

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