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Podcast-Cover MDIBTY Folge 302 mit Laura B., Vodafone Deutschland

Folge 302

Bojen, Schokolade & Sensoren: So funktioniert IoT bei Vodafone

Laura B. (Vodafone, 2/4) über Realtime-Cases, das Innovation-Lab und warum IoT endlich aus der Nische kommt

Laura B.

IoT Innovation Lead, Vodafone Deutschland

·43 Min. ·5 min Lesezeit

In Folge 302 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Laura B. (IoT Innovation Lead, Vodafone Deutschland) über IoT Use Cases. Konkret: IoT-Cases scheitern selten an Technik. Sie scheitern an der Frage, was mit den Daten geschehen soll, nachdem der Sensor sie gesendet hat.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    IoT-Cases scheitern selten an Technik. Sie scheitern an der Frage, was mit den Daten geschehen soll, nachdem der Sensor sie gesendet hat.

  2. 02

    Das Vodafone-Innovation-Lab zeigt: Die wirkungsvollsten Use Cases sind oft unspektakulär — smarte Bojen im Wasser, Temperaturkontrolle in der Schokoladenlinie. Nutzen schlägt Glamour.

  3. 03

    Realtime ist kein Feature, sondern Voraussetzung. Wer IoT-Daten erst am Monatsende auswertet, hat kein IoT — er hat Fernüberwachung im Rückspiegel.

Worum es in dieser Folge geht

Laura führt das IoT-Innovation-Lab bei Vodafone und hat eine bemerkenswerte Fähigkeit: Sie kann komplexe IoT-Architekturen in ganz konkrete, anfassbare Alltagscases übersetzen. Genau das mache ich mit ihr in dieser Folge — bewusst keine Theorie-Debatte, sondern Use Cases zum Anfassen.

Die Storyline

Die Bandbreite der Use Cases

IoT ist wirklich vielfältig einsetzbar. Nachhaltigkeit, Produktion, Landwirtschaft — überall, wo wir physische Welt vermessen und darauf reagieren müssen.

— Laura B.

Laura erwähnt konkret den HydroSense — eine smarte Boje, die Wasserqualität misst und bei Abweichungen automatisch Alarm gibt. Nicht sexy, aber wichtig: Für Wasserversorger oder Aquakultur-Betriebe spart das Personal und minimiert Risiken.

Die eigentliche Kunst

Laura wird sehr konkret: Sensoren sind Commodity. Entscheidend ist, was nach dem Sensor kommt — die Pipeline, das Data Warehouse, die Alerting-Logik, die Integration in bestehende ERP-Systeme. Wer nur auf die Sensor-Hardware schaut, hat 20 % des Problems gelöst.

Realtime als Pflicht, nicht Kür

Eine These, die Laura stark vertritt: Echte IoT-Cases brauchen Realtime. Wenn eine Boje Alarm schlägt, muss die Reaktion in Minuten kommen, nicht am nächsten Werktag. Das stellt Anforderungen an die komplette Architektur — vom Edge-Computing bis zur Incident-Response-Logik.

Das Innovation-Lab als Methode

Laura beschreibt, wie im Lab gearbeitet wird: Hypothese, Prototyp, Testfeld, Skalierung. Keine Strategie-PowerPoints, sondern kleine, schnelle Experimente. Was funktioniert, wird skaliert. Was nicht funktioniert, wird dokumentiert und beerdigt.

Was Unternehmen mitnehmen können

  1. Verbringen Sie die ersten Gespräche nicht mit Sensor-Auswahl. Sprechen Sie über den Geschäftsprozess, den der Sensor unterstützen soll.
  2. Planen Sie den Rückkanal. Was passiert bei Alarm? Wer reagiert? Wie schnell?
  3. Denken Sie in Lebenszyklen. Sensoren halten 5-10 Jahre. Die Integration muss das mitdenken.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich sehe in deutschen Industrieunternehmen regelmäßig IoT-Projekte, die technisch brillant und betriebswirtschaftlich wirkungslos sind. Laura zeigt den pragmatischen Weg: Kleiner Nutzen, früh sichtbar, skalierbar. Das ist die Variante, die in Bilanz-Reviews überlebt.

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