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Podcast-Cover MDIBTY Folge 206 mit Marco Z., Tamaris

Folge 206

Wie und warum implementiert man eine Customer Data Platform?

Marco Z. (Tamaris) über CDP-Einführung in einem Mode-Unternehmen, Händler-Integration und die Besonderheiten von Multi-Channel-Retail

Marco Z.

Head of Digital, Tamaris

·41 Min. ·5 min Lesezeit

In Folge 206 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Marco Z. (Head of Digital, Tamaris) über Fashion Retail CDP. Konkret: Mode-Marken mit Wholesale-Anteil haben eine CDP-Komplexität, die D2C-Puristen nicht kennen. Die Haupt-Kundeninteraktion findet oft außerhalb der eigenen Kanäle statt. Die Integration mit Händler-Daten ist operativ hart: Unterschiedliche Formate, unterschiedliche Datenschutz-Regelungen, unterschiedliche Commitments zur Daten-Teilung.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Mode-Marken mit Wholesale-Anteil haben eine CDP-Komplexität, die D2C-Puristen nicht kennen. Die Haupt-Kundeninteraktion findet oft außerhalb der eigenen Kanäle statt.

  2. 02

    Die Integration mit Händler-Daten ist operativ hart: Unterschiedliche Formate, unterschiedliche Datenschutz-Regelungen, unterschiedliche Commitments zur Daten-Teilung.

  3. 03

    Mode-CDPs müssen saison-sensitiv sein. Was im Winter funktioniert, ist im Sommer irrelevant — und umgekehrt. Standard-CDP-Setups berücksichtigen das selten.

Worum es in dieser Folge geht

Marco führt den Digital-Bereich bei Tamaris — einer der bekanntesten deutschen Damenschuh-Marken. Wir sprechen über eine CDP-Einführung in einem Kontext, der komplexer ist als reines D2C: Mode mit Großhandels-Anteil.

Die Storyline

Die Multi-Channel-Komplexität

Unsere Schuhe werden bei uns, bei Zalando, bei About You und in hunderten Einzelhändlern verkauft. Wir haben zu den meisten Kund:innen keinen direkten Kontakt. Das macht CDP-Arbeit zu einer Puzzle-Aufgabe.

— Marco Z.

Das ist der strategische Kontext. Eine CDP, die nur das eigene D2C sieht, verpasst den Großteil der Kundenbeziehung.

Die Daten-Mosaik-Aufgabe

Marco beschreibt: - Eigener Shop: Direkte Kundendaten, aber kleineres Volumen. - Marktplatz-Daten: Indirekt, oft aggregiert, aber große Reichweite. - Händler-Kooperationen: Wo Händler bereit sind, Daten zu teilen. - Social / Event-Signale: Indirekt, aber hochwertig.

Jede Quelle hat andere Qualität, andere Aktualität, andere Rechte.

Saison-Sensitivität

Ein oft übersehener Aspekt: Mode ist saisonal. Die gleiche Kund:in, die im November Winter-Stiefel kauft, sucht im April Sandalen. Eine CDP, die das nicht als zyklische Variable behandelt, produziert zu generische Empfehlungen.

Was Fashion-CDOs mitnehmen

  1. Händler-Integration als Priorität. Nicht als Nebenthema.
  2. Saison-Sensitivität eingebaut. Nicht als Nachträgliches.
  3. Marktplatz-Daten ernst nehmen. Auch wenn sie nur aggregiert kommen.

Warum mich das besonders umtreibt

Mode ist einer der Retail-Bereiche, in denen CDP-Strategie besonders herausfordernd ist. Marcos Folge bringt einen ehrlichen Einblick, wie Tamaris das angeht. Für alle, die in Fashion oder vergleichbaren Multi-Channel-Branchen arbeiten, eine wertvolle Referenz.

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