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Podcast-Cover MDIBTY Folge 237 mit Markus B., KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle)

Folge 237

Wie Kommunen mit Daten umgehen

Markus B. (KGSt) über kommunale Verwaltungs-Realität, Open-Data-Versprechen und was die Privatwirtschaft von kommunaler Data-Arbeit lernen kann

Markus B.

Referent Digitalisierung, KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle)

·36:07 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Kommunen sitzen auf unterschätzten Daten-Schätzen. Melderegister, Katasterdaten, Verkehrsdaten — alles hoch relevant, selten strukturiert nutzbar.

  2. 02

    Der Engpass ist nicht die Technik, sondern Personal und Kompetenzen. Kommunen finden keine Data-Fachleute und können Gehälter der Privatwirtschaft nicht bieten.

  3. 03

    Open Data als Prinzip ist wertvoll — aber in der Praxis oft nur halbherzig umgesetzt. Viele Datensätze sind zwar 'open', aber nicht maschinell nutzbar.

Worum es in dieser Folge geht

Markus arbeitet bei der KGSt — der Kommunalen Gemeinschaftsstelle, die deutsche Kommunen bei Management- und Digitalisierungs-Fragen unterstützt. Wir sprechen über einen Bereich, der in Corporate-Data-Diskussionen selten vorkommt — aber strukturell wichtig ist.

Die Storyline

Kommunale Daten-Schätze

Eine Kommune hat Daten, die kein Unternehmen hat. Zu jedem Bürger, zu jedem Grundstück, zu jedem Verkehrsfluss. Aber die meisten dieser Daten werden nicht strukturiert genutzt — weil Personal und Kompetenzen fehlen.

— Markus B.

Das ist die Kernthese. Kommunen haben die Daten. Was fehlt, sind Menschen, die sie strukturieren und nutzen.

Der Personal-Engpass

Ein Data Scientist kostet in der Privatwirtschaft 80-120k Euro. Kommunen haben Tarifstrukturen, die das schwer zulassen. Das ist kein Mangel an Gutem Willen — es ist strukturelle Grenze.

Was trotzdem funktioniert

Was die Privatwirtschaft tun kann

Markus macht einen wichtigen Punkt: Private Unternehmen könnten Kommunen viel mehr unterstützen. Nicht als bezahlte Berater, sondern als Partner in Open-Source-Initiativen, Freiwilligen-Engagement, Wissens-Transfer.

Open Data als halbes Versprechen

Viele Kommunen veröffentlichen Daten, aber oft in Formaten, die nicht maschinell nutzbar sind (PDF statt CSV, Bilder statt strukturierte Daten). Das ist "technisch open", aber praktisch kaum nutzbar.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich sehe bei Kommunen das gleiche Muster wie bei Bildung: Wir in der Privatwirtschaft profitieren von guter öffentlicher Infrastruktur, beschweren uns aber lieber, statt mitzuhelfen. Markus' Folge ist ein Aufruf, das zu ändern. Für CDOs, die ihre Rolle auch gesellschaftlich verstehen, ein wertvoller Impuls.

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