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Podcast-Cover MDIBTY Folge 243 mit Michael A., Simpego

Folge 243

Von 0 auf Digital: Wie Simpego die Versicherungsbranche modernisiert

Michael A. (Simpego) über Insurtech-Realität, Greenfield-Vorteile und warum Versicherer-Legacy manchmal unüberwindbar ist

Michael A.

CEO & Gründer, Simpego

·36:30 Std. ·5 min Lesezeit

In Folge 243 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Michael A. (CEO & Gründer, Simpego) über Insurance Tech. Konkret: Greenfield-Insurtechs haben einen massiven Start-Vorteil: Keine Legacy-Systeme, keine fossilen Prozesse, volle Data-Flexibilität. Das übersetzt sich in 3-5× schnellere Produkt-Entwicklung. Der Engpass ist Vertrauen. Versicherungen sind langjährige Beziehungen — neue Namen brauchen Jahre, um Reputation aufzubauen. Tech allein reicht nicht.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Greenfield-Insurtechs haben einen massiven Start-Vorteil: Keine Legacy-Systeme, keine fossilen Prozesse, volle Data-Flexibilität. Das übersetzt sich in 3-5× schnellere Produkt-Entwicklung.

  2. 02

    Der Engpass ist Vertrauen. Versicherungen sind langjährige Beziehungen — neue Namen brauchen Jahre, um Reputation aufzubauen. Tech allein reicht nicht.

  3. 03

    Incumbents können von Insurtechs lernen: Weniger Systeme, mehr Produkt-Fokus, schnellere Iterationen. Die Antwort auf Insurtech-Druck ist nicht 'wir machen dasselbe', sondern 'wir modernisieren unsere Basis'.

Worum es in dieser Folge geht

Michael hat Simpego mitgegründet — ein Schweizer Insurtech, das Versicherungsprodukte digital-first aufbaut. Wir sprechen über die strukturellen Vorteile und die echten Grenzen von Insurtechs gegenüber Traditionsversicherern.

Die Storyline

Der Greenfield-Vorteil

Wir haben keine 40-jährige IT-Landschaft mitzuschleppen. Das heißt: Wir können uns auf das Produkt konzentrieren, nicht auf die Integration.

— Michael A.

Das ist der Kernvorteil jedes Greenfield-Insurtechs: Volle Flexibilität in Systemen, Prozessen und Data-Architektur. Produkt-Iterationen, die bei Incumbents Monate dauern, gehen in Wochen.

Der Vertrauens-Engpass

Versicherungen verkaufen Vertrauen in die Zukunft. Ein Name, den keiner kennt, verkauft weniger — egal wie gut das Produkt ist. Insurtechs müssen Zeit und Marketing-Budgets investieren, um das aufzuholen.

Was Incumbents daraus lernen können

  1. Reduziert System-Komplexität. Jedes nicht-wirklich-gebrauchte System kostet Geschwindigkeit.
  2. Fokus auf Produkt statt Integration. Was zahlt unmittelbar in Kundenbindung ein?
  3. Iterations-Kultur. Quartalsweise Produkt-Updates statt Jahres-Releases.

Die strukturelle Grenze von Insurtechs

Michael ist ehrlich: Die meisten Insurtechs werden nicht zu den großen Playern. Sie sind zu klein, um alle Regulatorik-Kosten zu tragen, zu jung für Vertrauen, zu fokussiert auf Nischen. Ihre Rolle: Druck auf Incumbents, Innovation in Nischen.

Warum mich das besonders umtreibt

Die Insurtech-Welle der 2010er hat viele Versprechen nicht gehalten. Michaels nüchterne Perspektive ist wertvoll — weil sie die realen Stärken und Schwächen sauber benennt. Für CDOs in Versicherungen (egal ob Incumbent oder Insurtech): eine ehrliche Folge.

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