In Folge 244 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Tobias R. (Head of Data & Analytics, Thalia Bücher) über Retail Data. Konkret: Buchhandel ist ein Paradebeispiel dafür, dass Daten-Transformation in traditionellen Branchen nicht 'Amazon kopieren' heißt — sondern Kuration, Kundenbeziehung und Empfehlungs-Qualität datengetrieben besser machen. Die Folge zeigt: Der Buchhandel hat eine unterschätzte Stärke: Community-Wissen.
3 Erkenntnisse aus dieser Folge
- 01
Buchhandel ist ein Paradebeispiel dafür, dass Daten-Transformation in traditionellen Branchen nicht 'Amazon kopieren' heißt — sondern Kuration, Kundenbeziehung und Empfehlungs-Qualität datengetrieben besser machen.
- 02
Omnichannel-Kunden sind bei Thalia die profitabelsten. Sie kaufen online, holen im Laden ab, beraten sich dort, kaufen wieder online. Wer diese Journey datengetrieben versteht, kann sie fördern.
- 03
Der Buchhandel hat eine unterschätzte Stärke: Community-Wissen. Datengetrieben ausgewertet, schlagen die Empfehlungen aus der Filiale oft Algorithmen-Empfehlungen.
Worum es in dieser Folge geht
Tobias verantwortet Data & Analytics bei Thalia — einem der größten Buchhandels-Ketten Deutschlands. Wir sprechen über eine Branche, die seit Jahren als "von Amazon überrollt" gilt — und die trotzdem spannende datengetriebene Transformation erlebt.
Die Storyline
Die Buchhandel-Realität
Wir werden Amazon nie beim Preis oder Sortiment schlagen. Unser Hebel ist Kuration und Beziehung — und das müssen wir datengetrieben unterstützen.
Das ist die strategische Position. Thalia versucht nicht, die Online-Geschwindigkeits-Krone zurückzuerobern. Stattdessen: Welche Kund:innen kaufen welche Bücher? Welche Empfehlung führt zum nächsten Buch? Wie spricht eine Filiale individuelle Kund:innen an?
Omnichannel als Hebel
Kund:innen, die online und offline bei Thalia kaufen, sind die profitabelsten. Die Reise zwischen Kanälen zu verstehen — Online-Bestellung, Filialabholung, Mitarbeiter-Beratung — ist Goldwert für Folgekäufe.
Was Thalia konkret tut
- Kundendaten-Integration: Eine Kunden-Sicht über alle Kanäle.
- Empfehlungs-System mit Community-Daten als Input (Buchhändler-Empfehlungen).
- Filial-Einsatzplanung datengetrieben: Welche Filiale braucht wann wen?
- Cross-Channel-Attribution: Welcher Kanal bringt welche Kund:innen?
Warum das strategisch wichtig ist
Tobias ist klar: Thalia und andere Traditionshändler können Amazon nicht auf Amazon-Feldern schlagen. Sie müssen eigene Felder definieren — und die besser besetzen. Datengetrieben, menschlich, mit lokaler Verankerung.
Warum mich das besonders umtreibt
Ich bin optimistisch, was Traditionshändler angeht, wenn sie ihre Stärken ernst nehmen und datengetrieben verstärken. Thalia ist ein gutes Beispiel. Für Retail-CDOs in ähnlichen Situationen: eine wertvolle Referenz, wie man Tradition und Tech vereint.