3 Erkenntnisse aus dieser Folge
- 01
PR-Messung ist komplexer als Marketing-Attribution. Wirkung ist oft langfristig und nicht direkt umsatz-koppelbar.
- 02
Corporate Communications in Konzernen wie VW ist strategisch: Reputations-Management, Investor Relations, Krisen-Kommunikation — alles datengetrieben.
- 03
Der Sprung von 'Impressions' zu 'Share of Voice' und 'Sentiment' ist 2023 Standard. Wer das nicht macht, misst Quantität statt Qualität.
Worum es in dieser Folge geht
Ricarda leitet Data & Analytics in der Konzernkommunikation bei Volkswagen. Wir sprechen über eine unterschätzte Data-Disziplin: PR und Corporate Communications messbar machen.
Die Storyline
Die PR-Messungs-Evolution
Früher haben wir Clippings gezählt — wie viele Artikel über uns erschienen. Das ist keine Messung, das ist Buchhaltung. Heute messen wir Share of Voice, Sentiment, Stakeholder-Reichweite. Und das ist immer noch erst der Anfang.
Das ist die Evolution der Disziplin. Von Quantität (Clippings) zu Qualität (Sentiment) zu Wirkung (Verhalten).
VW-spezifische Komplexität
VW hat: - Viele Stakeholder: Kund:innen, Investoren, Politik, Mitarbeitende. - Komplexe Themen: Elektromobilität, Diesel-Skandal-Nachwirkungen, Nachhaltigkeit. - Globale Reichweite: Medien in vielen Ländern.
Das alles messbar zu machen ist eine strukturelle Aufgabe.
Was funktioniert
- Share of Voice gegen Wettbewerb.
- Sentiment-Analyse über Social und News.
- Stakeholder-Umfragen (quantitativ und qualitativ).
- Reichweite-Gewichtung nach Zielgruppen-Relevanz.
Was andere Kommunikations-Teams mitnehmen
- Clippings-Zählen aufgeben. Es sagt nichts über Wirkung.
- Sentiment als Standard. Qualität vor Quantität.
- Langfrist-KPIs. Reputation ändert sich langsam.
Warum mich das besonders umtreibt
Kommunikations-Analytics ist in der Data-Community kaum Thema. Ricardas Folge bringt die wichtige Perspektive. Für CDOs, die PR-Abteilungen unterstützen — oder deren Analyse-Qualität bewerten wollen: wertvoll.