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Podcast-Cover MDIBTY Folge 230 mit Stefan W., Fielmann

Folge 230

Brillen-Anprobe und digitale Beratung

Stefan W. (Fielmann) über Omnichannel-Optik, AR-Anproben und warum Brillen-Einkauf zwischen Filiale und App ein besonderes Data-Problem ist

Stefan W.

Head of Digital, Fielmann

·39:32 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Brillen-Einkauf ist Multi-Touch. Kund:innen beginnen online (Inspiration), wechseln in die Filiale (Anprobe) und schließen oft wieder online ab (Kauf). Die Journey muss datentechnisch ohne Brüche funktionieren.

  2. 02

    AR-Anproben ergänzen physische Anproben — sie ersetzen sie nicht. Wer das Werkzeug mit 'wir sparen Filialen' vermarktet, verpasst den eigentlichen Wert.

  3. 03

    Fielmann's Data-Hebel ist die integrierte Kundensicht über Jahrzehnte. Wer über 30 Jahre bei Fielmann kauft, ist ein wertvoller Datensatz für Empfehlung und Service.

Worum es in dieser Folge geht

Stefan leitet den Digital-Bereich bei Fielmann — dem größten Optiker Deutschlands. Wir sprechen über eine Omnichannel-Disziplin, die man oft unterschätzt: Brillen-Einkauf.

Die Storyline

Warum Brillen so Omnichannel sind

Eine Brille ist medizinisches Hilfsmittel UND Mode-Accessoire. Beides muss passen. Deshalb ist Anprobe nicht verzichtbar — digitale Tools können aber die Vorauswahl massiv verbessern.

— Stefan W.

Das ist die Kernspannung. Ein Kleid kann man notfalls bestellen und zurückschicken. Eine Brille nicht — sie muss präzise an die Sehschwäche angepasst sein. Deshalb bleibt die Filiale zentral. Digital-Tools ergänzen die Vor-Auswahl.

AR-Anproben als Werkzeug

Fielmann investiert in AR-Anproben. Der Wert: Kund:innen können aus 5.000 Modellen eine realistische Vorauswahl treffen, bevor sie in die Filiale kommen. Das spart Zeit vor Ort und erhöht die Kundenzufriedenheit.

Die Kundensicht über Jahrzehnte

Wenn jemand über Jahrzehnte Brillen bei einem Anbieter kauft, entstehen Daten-Reichtümer: Sehkorrektur-Entwicklung, Stil-Präferenzen, Kauf-Zyklen. Wer das strukturell pflegt, hat eine Empfehlungs-Basis, die Amazon nicht kopieren kann.

Die Omnichannel-Realität

  1. Online-Inspiration: Kund:innen informieren sich.
  2. AR-Anprobe: Vor-Auswahl digital.
  3. Filial-Termin: Finale Anprobe, Beratung, Sehtest.
  4. Kauf-Kanal: Online oder Filiale — je nach Präferenz.
  5. Service-Phase: Nachjustierungen, Folge-Brillen.

All das muss datentechnisch ohne Brüche funktionieren. Das ist Fielmann's eigentliche Arbeit.

Warum mich das besonders umtreibt

Omnichannel in Produkt-Kategorien mit physischer Anforderungen (Optik, Bekleidung, Schuhe) ist eine der spannendsten Data-Disziplinen. Stefan zeigt, wie Fielmann das strukturell denkt. Für alle Retail-CDOs mit physischen Produkten: wertvoll.

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