In Folge 250 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Tatjana S. (Head of Data Products, FIEGE Logistik) über Logistics Data. Konkret: Excel-Kultur ist tief in Logistik-Unternehmen verwurzelt. Abschied funktioniert nicht per Dekret — er funktioniert über bessere Produkte, die das gleiche leisten, nur zuverlässiger. Die Folge zeigt: Standardisierung ist kein Selbstzweck.
3 Erkenntnisse aus dieser Folge
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Excel-Kultur ist tief in Logistik-Unternehmen verwurzelt. Abschied funktioniert nicht per Dekret — er funktioniert über bessere Produkte, die das gleiche leisten, nur zuverlässiger.
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Datenprodukte in der Logistik müssen mehrere Kundengruppen gleichzeitig bedienen: Operations, Controlling, Kunden. Jede Gruppe braucht andere Sichten auf dieselben Daten.
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Standardisierung ist kein Selbstzweck. Sie zahlt in Skalierung: Wer ein Datenprodukt einmal baut und zehnmal nutzt, gewinnt. Wer zehn Varianten baut, verliert.
Worum es in dieser Folge geht
Tatjana verantwortet Datenprodukte bei FIEGE — einem der größten deutschen Logistik-Dienstleister. Sie beschreibt den praktischen Weg von Excel-dominierter Daten-Arbeit zu standardisierten, wiederverwendbaren Datenprodukten.
Die Storyline
Die Ausgangslage: Excel-Ubiquität
Wenn du durch ein Logistik-Unternehmen gehst und fragst 'wo liegen die Zahlen?', ist die Antwort meistens: in einer Excel-Datei. Manche zehn Jahre alt. Alle leicht unterschiedlich.
Das ist die Realität vieler Logistik-Häuser. Excel ist flexibel, schnell, jeder kann damit arbeiten. Genau das ist Fluch und Segen: Wildwuchs ist unvermeidlich, Konsolidierung schwierig.
Was Datenprodukte leisten sollten
Logistik-Datenprodukte sind besonders: Sie werden intern (für Operations und Controlling) genutzt und oft auch extern (für Kunden, die ihre Lieferketten sehen wollen). Ein gutes Produkt bedient alle drei Gruppen mit unterschiedlichen Sichten.
Der Weg weg von Excel
Tatjanas Ansatz ist pragmatisch: 1. Excel nicht verteufeln. Es bleibt Prototyping-Tool. 2. Erfolgreiche Excel-Muster identifizieren. Was wird häufig gebaut? 3. Diese Muster als Datenprodukte standardisieren. 4. Alte Excels schrittweise ablösen.
Nicht Big Bang, sondern schrittweise Ablösung.
Die Skalierungs-Logik
Ein Datenprodukt, das einmal gebaut wird, aber zehnmal genutzt wird, zahlt sich sofort aus. Die Standardisierung spart Wartung, sichert Qualität und erlaubt Wiederverwendung — vor allem in einer Branche wie der Logistik, in der immer wieder ähnliche Fragen auftauchen.
Was andere Branchen mitnehmen
- Excel-Abschied funktioniert nur über bessere Produkte. Nicht über Verbote.
- Identifiziert wiederkehrende Muster. Dort lohnt Standardisierung.
- Gebt Kundengruppen unterschiedliche Sichten auf dieselben Daten.
Warum mich das besonders umtreibt
Ich habe in vielen Mittelstandsunternehmen erlebt, wie Excel-Kultur gleichzeitig Rettung und Bremse ist. Tatjanas Folge zeigt einen realistischen Weg zur Konsolidierung — ohne die Prinzipien, warum Excel so beliebt ist, zu verraten. Für CDOs in traditionellen Branchen: eine wertvolle Referenz.