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Keynote Speaker Datenstrategie

Für Unternehmen, die vom Piloten ins System wollen. Warum Datenprojekte an der Strategie scheitern — nicht an der Technik.

Aus über 330 Gesprächen · 20 / 30 / 45 Min · DACH · DE / EN

Fast jedes Unternehmen hat inzwischen einen funktionierenden Datenpiloten. Fast keines hat zehn. Der Sprung von der Einzellösung zum tragenden System scheitert dabei selten an der Technik — er scheitert an einer Strategie, die nie geschrieben wurde. Jonas Rashedi hält dazu eine Keynote aus doppelter Perspektive: als Chief Digital Officer in der Geschäftsleitung und als Gastgeber von über 330 Gesprächen mit Data-Verantwortlichen.

Die These: Gescheiterte Datenprojekte sind keine Technikprobleme

Sie sind Strategieprobleme.

Das ist der am besten belegte Befund aus sechs Jahren Gesprächen mit CDOs, CIOs und Heads of Data. Eine Datenstrategie ist die Übersetzung der Unternehmensstrategie in Daten-Entscheidungen — und kein Tool-Einkaufszettel. Wer das verwechselt, merkt es selten sofort. Aber er merkt es. Spätestens, wenn er versucht, KI auf das Ergebnis zu bauen.

Die Zahlen dazu sind inzwischen eindeutig:

Die Adoption ist also da. Die Grundlage oft nicht.

Was der Vortrag zeigt

Erstens: Die Reihenfolge entscheidet, nicht das Werkzeug.

Die Keynote erzählt Fälle, in denen die Reihenfolge stimmte — und solche, in denen sie umgedreht wurde. Bei einem großen deutschen Beauty-Händler stand am Anfang ein Geschäftsmodell: Omnichannel-Kundendaten aus einer Kundenkarte, die an der Kasse und online dieselbe war. Erst daraus ergab sich die Plattformfrage, und aus der Plattform entstand ein zweiter Erlösstrom. In den meisten Projekten, von denen Jonas seither gehört hat, stand am Anfang das Werkzeug — und das Geschäftsmodell wurde nachgereicht, wenn überhaupt.

Zweitens: Die Blockade ist organisatorisch, nicht technisch.

„Die AI-Strategie und die Datenstrategie, die sind komplementär. Wenn ich keine Daten habe, brauche ich auch über AI nicht reden."

Prof. Dr. Florian Stahl, Universität Mannheim · MY DATA IS BETTER THAN YOURS Folge 267

Stahls Diagnose geht weiter, und sie ist der unbequemste Teil des Vortrags: Die Technologie haben sich viele Firmen längst zugelegt, Fachexperten dazu. Was den Wandel verhindert, sind Organisationsstruktur und Politik — Silos, deren Besitzer ihre Daten nicht teilen wollen. Ein Vorstand kann „datengetrieben" ausrufen, so laut er will. Wenn eine Ebene darunter das Zusammenlegen von Daten als Machtverschiebung gelesen wird, passiert nichts.

Drittens: Ein Plan ist kein Foliensatz.

„Entscheidend ist, schlussendlich einen Plan zu haben. Also auch eine Langfristvision: Wo soll es hingehen, was ist das Ziel — und warum macht man es?"

Datenverantwortlicher bei der BMW Group · Folge 236

Dieselbe Folge liefert den Satz, der in Tool-Diskussionen am zuverlässigsten vergessen wird: Die kritischste Frage ist nicht, welche Technologie man für Data Lake, Warehouse oder Visualisierung wählt — sondern ob die Daten, mit denen heute gesteuert wird, im neuen Stack überhaupt noch verfügbar sein werden. Erst der Bauplan. „Danach zieht, blöd gesagt, der Mieter ein."

Viertens: Datenstrategie ist kein Konzernluxus.

Das häufigste Missverständnis ist, Strategie sei etwas für Häuser mit Stabsabteilungen. Der Vortrag räumt es mit einem Gegenbeispiel aus: einem Unternehmen, in dem der siebte Mitarbeiter mit dem Auftrag antrat, „sehr, sehr schnell ein Deliverable" zu bringen — weil die Gründer nicht glaubten, dass Datenarbeit etwas bringt. Was folgte, war Datenstrategie in ihrer nacktesten Form: ein MVP in zwei Monaten, ein bewusst simples Modell, eine Einsparung, die sich gegen das eigene Jahresgehalt rechnen ließ. Die saubere Architektur kam danach — mit erkämpftem Vertrauen.

Was Teilnehmende mitnehmen

  1. Die vier Fragen, die eine Datenstrategie beantworten muss — und woran man erkennt, dass ein Strategiepapier keine einzige davon beantwortet.
  2. Warum die Reihenfolge Geschäftsmodell → Plattform → Use Case nicht verhandelbar ist und was passiert, wenn man sie dreht.
  3. Wie man den organisatorischen Engpass benennt, ohne die Silo-Besitzer zum Gegner zu machen. Der Vortrag liefert dafür konkrete Formulierungen, keine Change-Management-Theorie.

Format und Zuschnitt

Die Keynote läuft in 20, 30 oder 45 Minuten. Für Fachkonferenzen und Führungskräftetagungen ist die 30-Minuten-Fassung die empfohlene Variante.

Der Talk existiert in einer deutschen und einer englischen Fassung — gehalten unter anderem bei der Piano Academy in Paris, wo die Rückmeldung lautete: „His session gave attendees a practical framework for scaling." (Victoria Rizzotte, SVP Global Client Success, Piano)

Der Zuschnitt unterscheidet sich nach Publikum. Vor Geschäftsleitungen steht die Frage im Zentrum, warum Strategiepapiere ohne Datenentscheidungen wertlos sind. Vor Data-Verantwortlichen geht es um den organisatorischen Engpass und darum, wie man ihn nach oben adressiert.

Auf Wunsch kombinierbar mit einer Live-Aufnahme des Podcasts vor Publikum — ein Format, das Jonas Rashedi unter anderem bei der d3con, den Medientagen München und der K5 Future Retail Conference gehalten hat.

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