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Podcast-Cover MDIBTY Folge 274 mit Imke H., EHI Retail Institute

Folge 274

KI im Handel — mehr als ein Trend? Die EHI-Studie im Gespräch

Imke H. (EHI Retail Institute) über die realen Einsatz-Fälle, Fortschritts-Unterschiede im Handel und warum die Studie einige Mythen platzen lässt

Imke H.

Research Director, EHI Retail Institute

·40 Min. ·5 min Lesezeit

In Folge 274 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Imke H. (Research Director, EHI Retail Institute) über Retail AI. Konkret: Die EHI-Studie zeigt: 80 % der Händler diskutieren KI, 20 % haben echte produktive Cases. Diese Lücke ist nicht dramatisch — aber sie muss ehrlich benannt werden. Die Folge zeigt: Branchen-Studien sind für CDOs unterschätzte Werkzeuge.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Die EHI-Studie zeigt: 80 % der Händler diskutieren KI, 20 % haben echte produktive Cases. Diese Lücke ist nicht dramatisch — aber sie muss ehrlich benannt werden.

  2. 02

    Die produktivsten KI-Cases im Handel sind erstaunlich unsexy: Bedarfsprognose, Preisoptimierung, Sortimentsanalyse. Das sind nicht die Themen, mit denen Händler gern werben — aber es sind die, die funktionieren.

  3. 03

    Branchen-Studien sind für CDOs unterschätzte Werkzeuge. Wer eine Referenz-Studie zitiert, entgeht Einzel-Diskussionen mit Management-Ebenen.

Worum es in dieser Folge geht

Imke leitet Research beim EHI Retail Institute — einem der zentralen Forschungsinstitute im deutschen Handel. Wir sprechen in der Folge über die aktuelle EHI-KI-Studie und was sie über den Zustand des deutschen Handels erzählt.

Die Storyline

Die Studie in Zahlen

Imke ist nüchtern: Die Ambition ist hoch, die Umsetzung hängt hinterher. Das ist kein Grund zur Panik — aber ein Anlass, die Kommunikation in der Branche realistischer zu machen.

Was produktiv läuft

Die KI-Cases, die heute produktiv laufen, sind selten die, mit denen Händler werben. Es sind die langweiligen, nützlichen Anwendungen: Bedarfsprognose, Preisbildung, Sortimentsanalyse.

— Imke H.

Das sind keine Konferenz-Stories. Aber sie sparen Millionen, reduzieren Verderb, verbessern Verfügbarkeit. Der Wert entsteht aus Routine-Anwendung, nicht aus Innovations-Theater.

Was nicht produktiv läuft

Was CDOs aus Studien ziehen können

Imke macht einen wichtigen Punkt: CDOs können Branchen-Studien als Diskussions-Anker nutzen. Statt mit dem eigenen Vorstand über "wo stehen wir?" zu streiten, ermöglicht eine externe Studie eine neutrale Referenz. Das spart Monate an politischen Diskussionen.

Die wichtigsten Methodik-Hinweise

Imke erklärt, wie die Studie methodisch aufgesetzt ist: Befragung, qualitative Interviews, Triangulation mit Umsatzdaten. Sie weist auf Grenzen hin (Selbst-Auskunft kann idealisiert sein) — und macht deutlich, dass Studien Referenzen, nicht Wahrheiten sind.

Warum mich das besonders umtreibt

Gute Branchen-Studien sind rar und wertvoll. Imkes Folge zeigt, wie man sie liest, einsetzt und auch kritisch betrachtet. Für CDOs im Handel ist das Pflicht — aber auch für CDOs anderer Branchen, die strukturell vergleichbare Adoptions-Dynamiken beobachten.

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