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Podcast-Cover MDIBTY Folge 274 mit Imke H., EHI Retail Institute

Folge 274

KI im Handel — mehr als ein Trend? Die EHI-Studie im Gespräch

Imke H. (EHI Retail Institute) über die realen Einsatz-Fälle, Fortschritts-Unterschiede im Handel und warum die Studie einige Mythen platzen lässt

Imke H.

Research Director, EHI Retail Institute

·40:17 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Die EHI-Studie zeigt: 80 % der Händler diskutieren KI, 20 % haben echte produktive Cases. Diese Lücke ist nicht dramatisch — aber sie muss ehrlich benannt werden.

  2. 02

    Die produktivsten KI-Cases im Handel sind erstaunlich unsexy: Bedarfsprognose, Preisoptimierung, Sortimentsanalyse. Das sind nicht die Themen, mit denen Händler gern werben — aber es sind die, die funktionieren.

  3. 03

    Branchen-Studien sind für CDOs unterschätzte Werkzeuge. Wer eine Referenz-Studie zitiert, entgeht Einzel-Diskussionen mit Management-Ebenen.

Worum es in dieser Folge geht

Imke leitet Research beim EHI Retail Institute — einem der zentralen Forschungsinstitute im deutschen Handel. Wir sprechen in der Folge über die aktuelle EHI-KI-Studie und was sie über den Zustand des deutschen Handels erzählt.

Die Storyline

Die Studie in Zahlen

Imke ist nüchtern: Die Ambition ist hoch, die Umsetzung hängt hinterher. Das ist kein Grund zur Panik — aber ein Anlass, die Kommunikation in der Branche realistischer zu machen.

Was produktiv läuft

Die KI-Cases, die heute produktiv laufen, sind selten die, mit denen Händler werben. Es sind die langweiligen, nützlichen Anwendungen: Bedarfsprognose, Preisbildung, Sortimentsanalyse.

— Imke H.

Das sind keine Konferenz-Stories. Aber sie sparen Millionen, reduzieren Verderb, verbessern Verfügbarkeit. Der Wert entsteht aus Routine-Anwendung, nicht aus Innovations-Theater.

Was nicht produktiv läuft

Was CDOs aus Studien ziehen können

Imke macht einen wichtigen Punkt: CDOs können Branchen-Studien als Diskussions-Anker nutzen. Statt mit dem eigenen Vorstand über "wo stehen wir?" zu streiten, ermöglicht eine externe Studie eine neutrale Referenz. Das spart Monate an politischen Diskussionen.

Die wichtigsten Methodik-Hinweise

Imke erklärt, wie die Studie methodisch aufgesetzt ist: Befragung, qualitative Interviews, Triangulation mit Umsatzdaten. Sie weist auf Grenzen hin (Selbst-Auskunft kann idealisiert sein) — und macht deutlich, dass Studien Referenzen, nicht Wahrheiten sind.

Warum mich das besonders umtreibt

Gute Branchen-Studien sind rar und wertvoll. Imkes Folge zeigt, wie man sie liest, einsetzt und auch kritisch betrachtet. Für CDOs im Handel ist das Pflicht — aber auch für CDOs anderer Branchen, die strukturell vergleichbare Adoptions-Dynamiken beobachten.

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