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Podcast-Cover MDIBTY Folge 222 mit Johannes G., MIT

Folge 222

Forschung in den USA am Beispiel von Quantencomputing

Johannes G. (MIT) über Forschungskultur in den USA, Quantencomputing-Realität und warum deutsche Forschung oft an der Kommerzialisierungs-Lücke scheitert

Johannes G.

PhD-Forscher, MIT

·40:41 Std. ·5 min Lesezeit

In Folge 222 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Johannes G. (PhD-Forscher, MIT) über Quantum Computing. Konkret: Quantencomputing steht kommerziell am Anfang — aber die Fortschritte sind real. Wer in 5-10 Jahren nicht überrascht werden will, sollte jetzt beginnen, das Thema zu beobachten. US-Forschung hat einen strukturellen Vorteil: Integration von Universität, Kapital und Industrie.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Quantencomputing steht kommerziell am Anfang — aber die Fortschritte sind real. Wer in 5-10 Jahren nicht überrascht werden will, sollte jetzt beginnen, das Thema zu beobachten.

  2. 02

    US-Forschung hat einen strukturellen Vorteil: Integration von Universität, Kapital und Industrie. Europäische Forschung ist oft qualitativ mindestens gleichwertig, aber schlechter kommerzialisiert.

  3. 03

    Für Unternehmen gilt heute: Kenne den Status, aber investiere nicht. Quantum-Use-Cases sind in den meisten Branchen noch nicht relevant — aber das wird sich in den nächsten 10 Jahren verändern.

Worum es in dieser Folge geht

Eine Folge außerhalb der üblichen CDO-Domäne: Johannes forscht am MIT zu Quantencomputing. Wir sprechen über Forschungskultur, den realen Stand und was das für Unternehmen bedeutet.

Die Storyline

Der MIT-Kontext

Am MIT sitzen Forschung, Kapital und Industrie an einem Tisch. Das bedeutet, gute Ideen wandern schneller in Unternehmen. In Deutschland ist diese Brücke schwächer — und das kostet uns Innovationen.

— Johannes G.

Das ist die strukturelle Beobachtung. US-Spitzen-Unis haben Incubator-Netzwerke, VC-Nähe und industrielle Kooperationen in einer Dichte, die deutsche Spitzen-Unis selten erreichen.

Quantencomputing heute

Johannes ist nüchtern: Quantum ist noch nicht bereit für Business. Aber die Fortschritte sind real. In 5-10 Jahren werden einige Industrien einen strategischen Wandel erleben.

Was Unternehmen tun sollten

  1. Status beobachten. Nicht ignorieren.
  2. Erste Partnerschaften prüfen. Mit Uni-Instituten, nicht mit kommerziellen Anbietern.
  3. Mitarbeiter:innen-Neugier fördern. Wer intern Quantum-Neugier zulässt, baut Zukunftsfähigkeit.
  4. Nicht investieren. Noch nicht.

Was CDOs aus der akademischen Perspektive lernen

Johannes macht einen wichtigen Punkt: Die Fähigkeit, akademische Quellen zu lesen und einzuordnen, ist in CDO-Rollen unterentwickelt. Wer nur Consulting-Reports konsumiert, versteht Technologie-Zyklen zu spät.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich nehme bewusst gelegentlich akademische Gäste, weil CDOs sonst in einer Consulting-Echokammer leben. Johannes' Folge ist für alle, die einen Blick an den Rand ihres Horizonts werfen wollen. Quantum heute noch nicht anfassen — aber es im Blick haben.

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