In Folge 254 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Dr. Julia Freudenberg (Vorständin, Hacker School e.V.) über Digital Education. Konkret: Digitale Bildung entsteht nicht in der Schule allein — sondern durch das Netzwerk aus Schule, Eltern, Ehrenamt und Wirtschaft. Die Hacker School besetzt genau diese Brücke. Die Folge zeigt: Reine Programmier-Kurse reichen nicht.
3 Erkenntnisse aus dieser Folge
- 01
Digitale Bildung entsteht nicht in der Schule allein — sondern durch das Netzwerk aus Schule, Eltern, Ehrenamt und Wirtschaft. Die Hacker School besetzt genau diese Brücke.
- 02
Freiwilliges Engagement in Bildungs-Initiativen ist einer der unterschätzten Employer-Branding-Hebel. Mitarbeiter:innen, die ehrenamtlich lehren, kommen motiviert zurück.
- 03
Reine Programmier-Kurse reichen nicht. Das Ziel ist, Kindern und Jugendlichen Vertrauen in die eigene Gestaltungs-Fähigkeit zu geben. Das bleibt lebenslang.
Worum es in dieser Folge geht
Dr. Julia Freudenberg ist Vorständin der Hacker School — einer Initiative, die Kindern und Jugendlichen Programmieren näherbringt, getragen von ehrenamtlich engagierten Tech-Profis aus Unternehmen. Wir sprechen über gesellschaftliche Data-Kultur — ein Thema, das in CDO-Diskussionen selten vorkommt, aber strukturell wichtig ist.
Die Storyline
Warum digitale Bildung nicht nur Schule ist
Die Schule kann nicht alles leisten. Wir brauchen das Netzwerk: Eltern, die Zugang öffnen, Lehrer, die Räume schaffen, Unternehmen, die Expertise einbringen — und Ehrenamtliche, die zeigen, dass es geht.
Das Modell der Hacker School setzt genau dort an: Zwischen formaler Bildung und Berufsleben. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung.
Das Freiwilligen-Modell
Das Modell lebt davon, dass Tech-Profis bereit sind, 1-2 Tage pro Jahr Unterricht zu geben. Unternehmen, die das unterstützen, ermöglichen ihre Mitarbeiter:innen dieses Engagement — und gewinnen dadurch interne Motivation und externe Reputation.
Was Unternehmen tun können
- Mitarbeitenden-Freistellung für Hacker-School-Einsätze.
- Sponsoring für Räume, Ausstattung, Koordination.
- Aktives Teilen der Erfolgsgeschichten intern.
Der eigentliche Wert
Julia macht klar: Es geht nicht primär darum, dass jedes Kind Entwickler:in wird. Es geht darum, dass junge Menschen erleben: "Ich kann das auch." Dieser Selbstwirksamkeits-Eindruck hält lebenslang — unabhängig vom späteren Berufsweg.
Warum mich das besonders umtreibt
Ich bin überzeugt, dass CDOs und Tech-Führungskräfte eine Verantwortung haben, die über ihr Unternehmen hinausgeht. Julia zeigt, wie dieses Engagement konkret aussehen kann. Für alle, die ihre Rolle nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich verstehen: eine wichtige Folge.