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Podcast-Cover MDIBTY Folge 255 mit Laura V., ZEISS Group

Folge 255

Von zentraler zu hybrider Datenorganisation: Die Data Mesh Journey der ZEISS Group

Laura V. (ZEISS Group) über den konkreten Mesh-Weg, Lessons Learned und die Balance zwischen zentralen Kompetenzen und dezentraler Autonomie

Laura V.

Head of Data Strategy, ZEISS Group

·45:26 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Data Mesh ist ein Organisations-Umbau, kein Tech-Projekt. Wer Mesh als Architekturdiagramm versteht, verpasst das Eigentliche — die Rollen-Rekonfiguration in Fachbereichen.

  2. 02

    ZEISS hat wichtige Lektionen unterwegs gelernt: zu frühe Plattform-Entscheidungen wurden korrigiert, Rollen-Profile nachgeschärft, Governance pragmatisiert.

  3. 03

    Hybrid — nicht dezentral, nicht zentral — ist oft die richtige Antwort für Konzerne. Reine Dezentralisierung führt zu Wildwuchs, reine Zentralisierung zu Flaschenhälsen.

Worum es in dieser Folge geht

Laura leitet Data Strategy bei ZEISS Group. Sie beschreibt in dieser Folge den Weg, den das Unternehmen von einer klassisch zentralen Datenorganisation in Richtung eines hybriden Data-Mesh-Modells gegangen ist — mit den realen Stolpersteinen unterwegs.

Die Storyline

Wo ZEISS gestartet ist

Wir hatten eine klassisch zentrale Datenorganisation — ein Team liefert für alle. Das skaliert nicht, wenn Fachbereiche immer mehr Autonomie und Tempo brauchen.

— Laura V.

Das ist der typische Auslöser. Wenn zentrale Teams zum Engpass werden, suchen Unternehmen nach Alternativen. Data Mesh ist eine davon.

Die Lernschleifen

Laura ist ehrlich: Sie haben nicht alles beim ersten Mal richtig gemacht. Drei Dinge wurden unterwegs angepasst: 1. Plattform-Entscheidung: Zu früh festgelegt, musste später korrigiert werden. 2. Rollen-Profile: Data-Produkt-Owner brauchten andere Skills als gedacht. 3. Governance-Pragmatismus: Erste Governance-Modelle waren zu bürokratisch.

Warum Hybrid besser funktioniert als Vollen-Mesh

Reine Dezentralisierung produziert Silos mit unterschiedlicher Qualität. Reine Zentralisierung produziert Flaschenhälse. Ein hybrides Modell bewahrt zentrale Kompetenzen (Plattform, Sicherheit, Standards) und gibt Fachbereichen Autonomie in Inhalt und Umsetzung.

Die wichtigsten Lektionen

  1. Startet mit klaren Piloten. Zwei erfolgreiche Domain-Produkte überzeugen mehr als ein Zielbild.
  2. Akzeptiert Rollen-Lernen. Ihr werdet Profile anpassen müssen.
  3. Pragmatische Governance. Nicht Komitee-Wochen, sondern klare Regeln.

Warum mich das besonders umtreibt

Data-Mesh-Diskussionen sind oft ideologisch. Lauras Folge ist das Gegengift — pragmatisch, selbstkritisch, mit konkreten Beispielen. Zusammen mit der Folge von Vanessa Güttinger (ZEISS Marketing, Mai 2025) gibt sie einen seltenen Doppelblick in ein Unternehmen, das ernsthaft mit Mesh arbeitet.

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