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Podcast-Cover MDIBTY Folge 225 mit Marvin P., BASF

Folge 225

GenAI-Use Cases effizient und für Automatisierungen nutzen

Marvin P. (BASF) über Gen AI in einem Chemie-Konzern, produktive Use Cases und die Grenzen zwischen Experiment und Produktiv-Betrieb

Marvin P.

Head of AI & Digital Innovation, BASF

·39:31 Std. ·5 min Lesezeit

In Folge 225 von MY DATA IS BETTER THAN YOURS (MDIBTY) spricht Jonas Rashedi mit Marvin P. (Head of AI & Digital Innovation, BASF) über Applied Gen AI. Konkret: Gen AI in der Chemie ist primär Automatisierung — Dokumente, Compliance, Berichterstattung. Spektakuläre Product-Use-Cases sind selten, repetitive Wertschöpfung ist Alltag. BASF-Konzernstrukturen verlangen andere AI-Governance als Startups: Auditierbarkeit, Versionierung, Ownership-Nachweise. Das bremst, aber macht produktiv.

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Gen AI in der Chemie ist primär Automatisierung — Dokumente, Compliance, Berichterstattung. Spektakuläre Product-Use-Cases sind selten, repetitive Wertschöpfung ist Alltag.

  2. 02

    BASF-Konzernstrukturen verlangen andere AI-Governance als Startups: Auditierbarkeit, Versionierung, Ownership-Nachweise. Das bremst, aber macht produktiv.

  3. 03

    Der wichtigste Skill für AI-Enablement in Großkonzernen ist nicht Tech, sondern Sprach-Übersetzung zwischen Fach, IT und Rechts-/Compliance-Bereich.

Worum es in dieser Folge geht

Marvin verantwortet AI & Digital Innovation bei BASF — dem größten Chemiekonzern der Welt. Wir sprechen über Gen AI in einem Umfeld, das strategisch langsam denken muss: Chemische Produktion, komplexe Regulierung, hohe Sicherheitsanforderungen.

Die Storyline

Was BASF mit Gen AI wirklich macht

Unsere produktiven Use Cases sind nicht spektakulär. Automatisierung von Compliance-Dokumenten, Vorprüfung von Sicherheitsdatenblättern, Wissensabfrage aus technischen Unterlagen. Aber es summiert sich — über Zigtausende Mitarbeitende.

— Marvin P.

Das ist die Realität: Die spektakulären Gen-AI-Cases (Moleküldesign, Wirkstoffforschung) sind in der Entwicklung. Produktiv läuft die unspektakuläre Automatisierung.

Warum Konzern-Governance so anders ist

Jede neue AI-Anwendung muss bei BASF durch vier Instanzen: Fach (brauchen wir das?), IT (wie integrieren wir das?), Compliance (regulatorisch sauber?), Rechtsabteilung (Haftung?). Das bremst — aber es sorgt dafür, dass produktive Systeme auch wirklich halten.

Der Übersetzer als Kern-Rolle

Marvin ist klar: Seine wichtigste Arbeit ist nicht, AI-Technik zu verstehen. Es ist, zwischen den vier Instanzen zu übersetzen. Wer das nicht kann, scheitert in Großkonzernen.

Was andere Industrien daraus lernen

  1. Gen AI in regulierten Branchen braucht andere Governance. Nicht schlechter — anders.
  2. Repetitive Automatisierung schlägt spektakuläre Product-Cases. Im Volumen.
  3. Die Übersetzer-Rolle ist unterbewertet. Sie sollte explizit besetzt werden.

Warum mich das besonders umtreibt

Marvin bringt eine Perspektive, die in Gen-AI-Diskussionen oft fehlt: die Sicht auf reale Konzern-Integration. Für CDOs in regulierten Industrien ist das eine wertvolle Referenz — wie man AI einführt, ohne die Organisation zu überfordern.

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