3 Erkenntnisse aus dieser Folge
- 01
Die Data-Driven-Religion wird im Mainstream zu selten hinterfragt. Eine ehrliche Bestandsaufnahme: Nicht jede Entscheidung muss datenbasiert sein.
- 02
Kreative, kulturelle und vertrauensbasierte Branchen haben Entscheidungs-Logiken, die nicht immer datengetrieben funktionieren — und das ist okay.
- 03
CDOs sollten auch die Gegenposition kennen. Wer die Kritik ernst nimmt, trifft bessere Entscheidungen über Umfang und Grenzen von Data-Arbeit.
Worum es in dieser Folge geht
Eine bewusst ketzerische Folge. Sebastian ist Unternehmens-Berater und vertritt eine Position, die im Mainstream selten zu hören ist: Nicht jedes Unternehmen muss datengetrieben sein. Wir diskutieren.
Die Storyline
Die Provokation
In der Data-Community gilt es fast als Häresie zu sagen: 'Nicht jedes Unternehmen sollte datengetrieben arbeiten.' Aber ich glaube, das ist eine wichtige Debatte — weil nicht jede Entscheidungslogik auf Daten reduzierbar ist.
Das ist seine These. Ich teile sie nicht komplett — aber sie verdient Diskussion.
Wo Sebastian recht hat
- Kreative Branchen: Film-Produktion, Mode-Design, Werbung — hier entstehen Durchbrüche aus kreativer Intuition, die Daten nicht vorher sehen können.
- Vertrauens-basierte Geschäfte: Coaching, Therapie, Beratung — die Qualität entsteht aus Beziehung, nicht aus Analyse.
- Kulturelle Institutionen: Museen, Theater, Bildung — hier ist Auftrag wichtiger als Optimierung.
Wo ich widerspreche
Auch in diesen Branchen sind Daten nützlich — als unterstützende Dimension, nicht als primäre Entscheidungslogik. Wer die Daten ignoriert, verpasst Chancen zur Verbesserung.
Was CDOs aus der Debatte mitnehmen
- Datengetrieben ist keine binäre Wahl. Es ist ein Spektrum.
- Jede Branche hat andere Anteile. Was in E-Commerce 90 % datengetrieben ist, kann in Theater 30 % sein.
- Ehrlichkeit über Grenzen. Nicht alles, was relevant ist, lässt sich quantifizieren.
Warum mich das besonders umtreibt
Ich bringe bewusst Gäste, die Gegenpositionen vertreten — um die Debatte lebendig zu halten. Sebastians Folge ist eine solche. Für CDOs, die ihre eigene Haltung schärfen wollen: reinhören und widerlegen oder zustimmen.