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Podcast-Cover MDIBTY Folge 276 mit Steven B., O2 Telefónica

Folge 276

Von der Strategie zur Umsetzung — Customer Data bei O2

Steven B. (O2, 2/3) über die mittlere Ebene zwischen Vision und Engineering: Wie aus Customer-Data-Strategie tatsächlich Produkte werden

Steven B.

Head of Customer Data, O2 Telefónica

·42:51 Std. ·5 min Lesezeit

3 Erkenntnisse aus dieser Folge

  1. 01

    Die Übersetzungsrolle zwischen Strategie und Engineering ist in Customer-Data-Programmen der Erfolgskritische Faktor. Fehlt sie, zerreiben sich beide Seiten aneinander.

  2. 02

    Konkrete Produkte schlagen abstrakte Strategien. Wer pro Quartal ein vorzeigbares Datenprodukt liefert, sichert sich Management-Rückhalt — wer drei Jahre 'baut', verliert ihn.

  3. 03

    Customer Data heißt nicht Marketing Data. In Telcos kommen Service-, Billing- und Netzwerk-Daten zusammen. Wer das nur aus Marketing-Sicht denkt, verpasst 60 % des Potenzials.

Worum es in dieser Folge geht

Steven verantwortet Customer Data bei O2 — eine Rolle, die in Telcos und anderen großen Organisationen zwischen strategischer Vision und technischer Implementierung vermittelt. Das ist eine der unterschätztesten Positionen im Data-Bereich.

Die Storyline

Die Übersetzer-Rolle

Ich übersetze jeden Tag in beide Richtungen. Was die Strategie will, muss ich dem Engineering realistisch zeigen. Was das Engineering liefert, muss ich der Strategie als Nutzen zurückspielen.

— Steven B.

Diese Rolle ist selten explizit formuliert, aber in allen großen Data-Programmen unerlässlich. Wo sie fehlt, produziert die Strategie Slide-Wolken und das Engineering Dashboards, die niemand braucht.

Was Customer Data in Telcos bedeutet

Ein typischer Fehler: Customer Data wird auf Marketing-Daten reduziert. In Telcos kommen aber Service-Daten (Tickets, Beschwerden), Billing-Daten (Zahlungen, Verträge) und Netzwerk-Nutzungsdaten zusammen. Die wirklich wertvollen Customer-Insights entstehen erst, wenn alle vier Welten verknüpft sind.

Quartals-Produkte statt Jahres-Projekte

Stevens Methode: Jedes Quartal ein vorzeigbares Datenprodukt. Das kann ein neues Dashboard sein, ein Aktivierungs-Case, eine bessere Attribution. Das Prinzip: Sichtbarer Fortschritt schafft Management-Vertrauen — und Vertrauen sichert langfristige Finanzierung.

Governance als Serviceleistung

Steven sieht Governance nicht als Bremse, sondern als Service. Sein Team liefert Fachbereichen nicht nur Daten, sondern auch klare Nutzungsregeln. So entsteht keine Wildwest-Nutzung, aber auch keine Überregulierung, die Projekte blockiert.

Was ähnliche Organisationen mitnehmen

  1. Besetzt die Übersetzer-Rolle bewusst. Suche nach Menschen mit beiden Sprachen.
  2. Liefert quartalsweise. Nicht schneller, nicht langsamer.
  3. Denkt Customer Data als vier Datenwelten, nicht als eine.

Warum mich das besonders umtreibt

Ich beobachte in vielen Unternehmen, wie genau diese mittlere Rolle unterbesetzt oder unterbezahlt ist — und wie teuer das wird. Stevens Folge ist eine wichtige Referenz für CDOs, die ihre Organisation aufstellen und sich fragen, welche Rollen wirklich erfolgskritisch sind.

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